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5G-NTN-Netze testen

20. April 2021, 10:20 Uhr   |  WEKA Fachmedien, Newsdesk (mha)

5G-NTN-Netze testen
© Keysight Technologies

Das Kanalemulations-Toolset Keysight S8825A nutzt die Hardware- und Softwareplattformen der Kanalemulatoren PROPSIM FS16 und F64.

Mobilfunkanbieter können zukünftig Basisstationen über Satellit an das Kern-Mobilfunknetz anbinden. Ein Vorteil beim Netzaufbau in ländlichen und dünn besiedelten Regionen. Für die Verifikation hat Keysight ein integriertes Testsystem entwickelt.

In den Release 17 der 5G-Spezifikationen hat die 3GPP die Funktion 5G-NTN aufgenommen. NTN steht für »Non-Terrestial-Networks« und soll die Anbindung von Basisstationen an das Kern-Mobilfunknetz (Backhaul) durch Satellitenverbindung ermöglichen. Der Release 17 wird vermutlich im Frühjahr 2022 fertiggestellt.

Bisher werden als Backhauls kabelgebundene, funkbasierte oder auch optische Datenverbindungen genutzt. Über die Einbindung von Satelliten lassen sich Breitband-Mobilfunkverbindungen mit hoher Netzabdeckung in dünn besiedelten, ländlichen und abgelegenen Gebieten bereitstellen. Smart Cities, die Landwirtschaft, der Bergbau und die Förderindustrie gelten als weitere Anwendungsfälle, die auf eine Kombination aus Satelliten- und terrestrischen Netzen angewiesen sind.

Testsystem für gemischte Mobilfunknetze

Mobilfunkanbieter und Anbieter von Satellitenausrüstung müssen solche kombinierten Mobilfunknetze verfizieren können. Eine integrierte 5G-NTN-Testlösung mit Ende-zu-Ende-Satellitenverbindungsemulationen hat Keysight entwickelt und vertreibt sie unter der Bezeichnung »S8825A«. Sie stellt Funktionen zur Kanalemulation bereit und setzt dafür auf der Hardware- und Softwareplattform PROPSIM FS16 und F64 auf. Das neue Toolset ermöglicht Ende-zu-Ende-Feldakzeptanztests, die für die Bereitstellung globaler Abdeckung, Luft- und Seekommunikation sowie Notfall- und Katastrophenhilfe in ländlichen Gebieten relevant sind.

Zu den Funktionen gehören:

  • dynamischer Mehrwegeausbreitung, größerer Bandbreiten und bis zu 64 Funk- oder Luft- und Raumfahrtkanäle.
  • Die Erstellung von gemischten terrestrischen und weltraumgestützten Ende-zu-Ende-Testnetzwerken in einer Laborumgebung.
  • Die Emulation von Boden-zu-Satelliten-, Satelliten-zu-Boden- sowie Boden-zu-Boden-Satelliten-Verbindungen, um die Leistung der terrestrischen und der nicht-terrestrischen Infrastruktur zu verifizieren.
  • Präzise Messungen durch Berücksichtigung von speziellen Effekten, die bei der Satellitenkommunikation entstehen. Dazu gehören lange Verzögerungen, die hohe Mobilität von LEO-Satelliten (Low Earth Orbit) und der Dopplereffekt.
  • Effekte durch die vermaschte (mesh) Netzwerktopologie werden ebenfalls berücksichtigt.

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