Schwerpunkte

Einheitliche Bedienoberfläche

Brückenschlag zwischen Softwaretools

24. August 2020, 14:00 Uhr   |  Nicole Wörner

Brückenschlag zwischen Softwaretools
© MCD

Anwender im Prüffeld schätzen das Plus an Funktionalität und Bedienkomfort durch MCD Comet.

Auch wenn Softwaretools noch so bedienerfreundlich sind, kann es oft schwierig sein, sich in jedes einzelne einzuarbeiten. Hier setzt die neue Software Comet von MCD an.

Sie integriert den Testsequenzer „Teststand“ von National Instruments in die eigene Hard- und Softwarewelt und stellt für Teststand und die MCD-Tools eine einheitliche, dabei aber hochflexible Benutzeroberfläche bereit, über die sich unter anderem der Start von Testsequenzen steuern lässt. Damit können auch Anwender ohne detaillierte Kenntnisse von Teststand oder einer Programmiersprache die Prüftechnik bedienen.
    
»Die Comet-Bedienoberfläche ist an die Bedürfnisse der Produktion angepasst und kommt ohne Programmierung aus«, erklärt Oliver Gille aus dem Bereich Software Engineering bei MCD. »Die Erstellung komplexer Bedienhilfen in Teststand hingegen ist ohne Programmierkenntnisse nicht möglich. Das war der Ausschlag für uns, MCD Comet als anwenderfreundlichere Lösung zu entwickeln.«

Neben einer übersichtlichen und intuitiv zu bedienenden Bedienoberfläche bietet Comet auch eine leistungsfähige Schnittstelle zu den Toolmonitoren von MCD. Diese reichen von universeller Schnittstellenkommunikation über die Steuerung und Kontrolle von Hardwarekomponenten bis hin zur Visualisierung von Messergebnissen. »Mit unseren Toolmonitoren können Prüfabläufe in Teststand hardwareunabhängig erstellt werden«, führt Gille aus. »So werden zum Beispiel für das Stellen eines Netzteiles in Teststand nur die Befehle zum Einstellen der Vorgabespannung und des Maximalstroms übertragen. Über den entsprechenden Toolmonitor wird dann der Ausgang aktiviert. Die Befehle sind gleich, egal welches Netzteil letztendlich eingesetzt wird. Das verwendete Gerät wird im Toolmonitor ausgewählt bzw. kann dort geändert werden, ohne den Ablauf in Teststand anpassen zu müssen. Ohne MCD-Toolmonitore müssten die hardwarespezifischen Befehle durch den Prüfablauf in Teststand gesendet werden, die somit bei einer Veränderung der Hardware auch immer angepasst werden müssten.«

Zu den wichtigsten Erweiterungen von Comet gegenüber dem nativen Einsatz von Teststand gehört jedoch die integrierte Typ- und Auftragsverwaltung. Sie erleichtert Produktwechsel im Prüffeld und die Analyse der gespeicherten Messdaten nach den Tests. Die Messdaten werden in Datenbanken gespeichert, wie z.B. Microsoft SQL oder MySQL. 

Comet unterstützt eine Reihe von Kommunikationsprotokollen, darunter TCP/IP, UDP, RS232, LIN und CAN. Die Durchführung von Boundary-Scan-Tests ist ebenso einfach möglich wie die Steuerung diverser Robotertypen. Auch SPS-Systeme werden effizient angesteuert und der gesamte Prüfprozess automatisch überwacht. 

MCD Comet ist für Teststand ab Version 2015 ausgelegt. Aber auch NI-fremde Hard- und Software lässt sich in Comet einbinden. Die Gestaltung der Benutzeroberflächen ist individuell anpassbar, und per C# können eigene Software Tools direkt in Comet aufgerufen werden. Die kostenfreie Demo-Version erlaubt den zeitlich begrenzten Test der kompletten Funktionalität. Auf Wunsch übernimmt MCD die Implementierung von Prüfabläufen teilweise oder auch komplett für den Kunden. Tutorials und ein Webinar für zusätzliche Nutzerinformationen sind geplant. 
 

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