Komplexe Sicherheits- und Screening-Systeme basieren häufig auf bildgebenden Verfahren. Eine wirksame EMI-Abschirmung ist entscheidend, um Störungen zu vermeiden, die Messgenauigkeit sicherzustellen und regulatorische Anforderungen zu erfüllen. Doch welches Abschirmkonzept eignet sich dafür?
Sicherheits- und Screening-Technik ist aus dem öffentlichen Leben nicht mehr wegzudenken, unabhängig davon, ob sie sichtbar ist oder hinter den Kulissen bleibt. Sie ist essenziell für den Schutz von Menschen, Vermögenswerten und Infrastruktur gleichermaßen. Viele Lösungen verwenden Bildgebungstechnologien, was in der Regel bedeutet, dass sie die Anforderungen an die Abschirmung gegen elektromagnetische Störungen (EMI) erfüllen müssen, um einen optimalen und fehlerfreien Betrieb zu gewährleisten. Die richtige Wahl der EMI-Abschirmung – basierend auf den Umgebungsbedingungen, den Abschirmungsanforderungen, der Herstellbarkeit und der Lebensdauer des Geräts – ist daher für Systemdesigner von entscheidender Bedeutung.
Ein Flugzeug besteigen, ins Museum gehen, ein Festivalgelände betreten, an einem Gerichtsverfahren teilnehmen – all das beinhaltet in der Regel Sicherheitskontrollen, bei denen sowohl Ausweise, Gepäck, Pakete als auch Personen gescannt werden. Auch in der Logistikbranche setzen Versand- und Kurierdienste Screening-Geräte ein, um eine sichere Zustellung und Beförderung zu gewährleisten und gleichzeitig auf illegale Substanzen zu prüfen. Weitere Einsatzmöglichkeiten finden sich in biometrischen Anwendungen – wie Handflächen- und Augenscannern und der Hardware, die in Gesichtserkennungssystemen verwendet wird.
Der Einsatz von Screening- und Sicherheitssystemen geht jedoch weit über den öffentlichen Bereich hinaus. Ein typisches Beispiel dafür ist C4ISR (Command, Control, Communications, Computers, Intelligence, Surveillance and Reconnaissance). Dabei handelt es sich um ein militärisches Konzept, das die Systeme und Prozesse umfasst, die zur Sammlung, Verarbeitung und Verbreitung von Informationen zur Unterstützung der Entscheidungsfindung bei militärischen Operationen verwendet werden. Der Betrieb von C4ISR stützt sich in hohem Maße auf Scan-Technologien für die Bedrohungserkennung sowie für Inspektions- und Erkennungs-Screenings.
Beispiele für nicht sicherheitsrelevante Screening-Anwendungen sind Massenspektrometrie, Laserspektroskopie und Photoionisationswerkzeuge für die Arzneimittelprüfung und -erkennung, zum Nachweis von Lebensmittelkontaminationen, zur Analyse von Pestizidrückständen, zur Bestimmung des Isotopenverhältnisses, etc. Medizinische Bildgebungsgeräte wie MRT-Scanner helfen Ärzten, Anomalien zu erkennen und so eine gründliche Diagnose und gezielte Behandlung zu ermöglichen.
Unabhängig von der Anwendung ist die Aufgabe des Geräts im Wesentlichen dieselbe: Fremdstoffe oder Objekte genau zu erkennen. Dass solche komplexen Systeme optimal und zuverlässig funktionieren, ist essenziell. EMI-Abschirmungslösungen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Dafür gibt es unterschiedliche Ansätze. Je nach Anforderung der Anwendung bietet sich eine Abschirmung mit EMI-Dichtungen an, mit abgeschirmten Lüftungsgittern mit Wabenstruktur, Kabelabschirmungsprodukten, Erdungslösungen, Abschirm-Laminaten oder mit Metallfolienbändern.
EMI (elektromagnetische Interferenzen) sind unerwünschte Geräusche oder Störungen innerhalb oder um ein elektrisches Gerät herum, die die Leistung eines Systems beeinträchtigen können. Zu den Folgen von EMI zählt unter anderem eine verschlechterte Leistung, bei der eine beeinträchtigte Funktionalität zu Fehlalarmen und ungenauen Ergebnissen bei Sicherheitsdetektoren führt. Weitere Probleme sind Datenverlust und -beschädigung; EMI kann die Kommunikation beeinträchtigen, zu fehlerhafter Datenübertragung und unzuverlässiger Informationsspeicherung führen. Weitere potenzielle Probleme sind Systemausfälle und Sicherheitsverletzungen. Es ist daher wichtig, diese Interferenzen in so empfindlich und genau kalibrierten Anwendungen wie der Screening-Technologie zu mindern.
Zudem müssen Ingenieure beachten, dass EMI-Emissionen und die Anfälligkeit gegenüber EMI durch verschiedene Behörden weltweit streng reguliert sind. Diese Vorschriften sollen sicherstellen, dass elektronische Geräte keine schädlichen Interferenzen mit anderen Geräten verursachen und ordnungsgemäß funktionieren, wenn sie elektromagnetischen Störungen aus anderen Quellen ausgesetzt sind. Eine ordnungsgemäße EMI-Abschirmung trägt daher zur Zuverlässigkeit und Beständigkeit von hochpräzisen Bildgebungsgeräten bei.
Damit Sicherheits- und Screening-Systeme optimal funktionieren und die gesetzlichen Normen erfüllen, gibt es verschiedene Arten von EMI-Abschirmungskonzepten. Lösungen auf Systemebene umfassen leitfähige Elastomerdichtungen und leitfähige Beschichtungen, die ein Gehäuse oder die Naht eines Gehäuses abschirmen. Lösungen auf Komponentenebene wiederum umfassen Abschirmungen auf Platinenebene, gestanzte Metallkomponenten und spritzgegossene Kunststoffe zur Abschirmung einzelner elektronischer Komponenten oder Kavitäten auf einer Leiterplatte. In jedem Fall müssen Entwickler die verschiedenen Komponenten berücksichtigen, für die eine Abschirmung erforderlich ist. Oft braucht man eine ganze Reihe von Produkten, um einen vollständigen Schutz zu gewährleisten.
Zu den gängigen Lösungen für Sicherheits- und Screening-Systeme gehören elektrisch leitfähige Elastomerdichtungen, Gewebe-Schaum-Abschirmdichtungen und Abschirmlacke.
Für Entwickler von Sicherheits- und Screening-Systemen ist die Auswahl geeigneter EMI-Abschirmungslösungen ein zentraler Bestandteil des Systemdesigns. Erforderlich sind Produkte, die unter anspruchsvollen Betriebsbedingungen zuverlässig funktionieren und regulatorische Vorgaben erfüllen. Entsprechend wichtig ist die Zusammenarbeit mit erfahrenen Anbietern wie Parker Chomerics, die ein breites Portfolio an geprüften Abschirmungslösungen und das nötige Know-how bereitstellen.