DIN-Schienen-Netzteil von Puls Stromversorgung für die Industrie 4.0

Neben einer zuverlässigen Versorgungsspannung liefert die 3-Phasen-960-W-Stromversorgung auch wertvolle Daten über IO-Link.

Mit der neu entwickelten QT40.241-B2 stellt Puls eine 3-Phasen-960-W-Stromversorgung vor, die mehr ist als ein Wandler. Sie arbeitet auch als Sensor und stellt dem Anwender bei Bedarf unter anderem Leistungs-, Temperatur- und Zustandsdaten über eine integrierte IO-Link-Schnittstelle zur Verfügung.

Bereits in der Vergangenheit haben Industriestromversorgungshersteller wie Puls Geräte auf den Markt gebracht, die, mit einem entsprechenden Schnittstellenmodul versehen, dem Anwender Informationen aus dem Geräteinnern zur Verfügung stellen. Das Interesse daran hielt sich in Grenzen; letztlich waren es Kunden aus dem Automobilbau, die gerne wissen wollten, warum ihr Stromverbrauch in den Werken am Wochenende fast so hoch war wie unter der Woche bei laufender Produktion. Der Großteil der Anwender hatte an einem solchen Zusatz-Feature jedoch kein Interesse oder es war ihnen schlicht zu teuer.

Im Zuge von Industrie 4.0 hat sich das geändert. Die Digitalisierung von Industriekomponenten liegt inzwischen voll im Trend. Bei der Integration dieses Trends in ihre Industriestromversorgungen stellen sich die Entwickler bei Puls zwei Fragen: Erleichtert die neue digitale Funktion des Geräts die Arbeit des Anwenders wirklich? Kann sich die dem neuen Feature zugrunde liegende Technologie voraussichtlich auch über Jahre hinweg behaupten? Lassen sich diese Fragen mit Ja beantworten, geht aus den Entwicklungsanstrengungen ein Gerät wie das QT40.241-B2 hervor.

Stromversorgungen sitzen normalerweise an einem zentralen Knotenpunkt im System einer Kundenapplikation. Dort fließt mehr als nur Strom. So können Netzgeräte zahlreiche Echtzeitinformationen erfassen, die für einen Anlagenbetreiber durchaus von Interesse sind. Wie hoch sind beispielsweise Ausgangsstrom und Ausgangsspannung? Wie hoch ist die verbleibende Lebensdauer des Geräts noch zu veranschlagen? Wie entwickelt sich die Temperatur in der Anwendung? Und zuletzt: Wie stark ist das Netzteil eigentlich ausgelastet, und wie steht es um die Qualität der Netzspannung?

Lassen sich Daten wie diese einfach gewinnen, trägt das entscheidend zur Steigerung der Anlagenverfügbarkeit und der Senkung der Wartungs- und Betriebskosten bei. Bei der Kombination der Wandler- mit der Sensorfunktion setzt Puls auf das bewährte 960-W-Netzteil QT40 und die weltweit standardisierte I/O-Technologie (IEC 61131-9) IO-Link. IO-Link wurde entwickelt, um die Signale der Sensoren und Aktoren aus der Feldebene abzurufen.

Durch die Kombination aus Feldbus und IO-Link ist eine durchgängige Kommunikation über alle Ebenen hinweg möglich – ein Feature, das aus smarten Fabriken nicht mehr wegzudenken ist. Die Datenübertragungsrate gemäß IO-Link-Spezifikation V1.1 beträgt 230,4 kBd (COM 3).

So verfügt das QT40.241-B2 an der Vorderseite über eine fest integrierte 4-polige M12-Buchse, über die sich das Gerät schnell und effizient in bestehende IO-Link-Systeme integrieren lässt. »Wir wollten eine möglichst einfache Implementation für den Anwender«, so Ulrich Ermel, Director Global Application Engineering bei Puls. »Der Anwender soll das Gerät nur auspacken und anschließen müssen, schon spielt es!« Mit der neuen IO-Link-Schnittstelle trägt die Stromversorgung zusätzlich zu ihrer Grundfunktionalität aktiv zum besseren Verständnis der Anwendung und damit auch zur Prozessoptimierung bei.