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So positionieren sich Ingenieure bei LinkedIn


Fortsetzung des Artikels von Teil 3

Weitere Erfolgsfaktoren für Business-Netzwerker

Wer kompetent ist und dies zu kommunizieren weiß ohne arrogant oder aufdringlich zu wirken, hat sehr gute Karten in der Disziplin des Personal Branding. Hier einige weitere Erfolgsfaktoren, die dem eigenen Netzwerk einen Schub verleihen können:

Gesprächspartner kennen: Neuen Netzwerkern werden zuerst die vielen Unternehmens-präsenzen auffallen. Alle DAX30-Konzerne sind beispielsweise bei LinkedIn vertreten. Diese Kanäle werden meist vom Marketing betrieben. Wenn dieses einen guten Job macht und auf übermäßige Werbebotschaften verzichtet, dann lassen sich hier spannende Einblicke in die Firmenkultur gewinnen. Ein Austausch mit Corporate-Profilen ist nett, aber nicht besonders wertvoll in Hinblick auf Netzwerkkontakte. Hier gilt: Ausschau halten nach den Fachleuten und deren Profilen.

Erst geben, dann nehmen: In einem großen Netzwerk macht man auf sich aufmerksam, wenn eigene Beiträge oft geteilt oder positiv kommentiert werden. Doch wer diese Form der Anerkennung erwartet, muss auch bereit sein, selbst Anerkennung zu geben. Wer interessante Beiträge anderer entdeckt, sollte sie seinem Netzwerk nicht vorenthalten. Der Autor sieht außerdem, wer seine Beiträge mag und teilt, und wird sich gegebenenfalls auch eher mit den Beiträgen seines Unterstützers beschäftigen. Eine gegenseitige Verpflichtung besteht hier jedoch nicht.

Nach Partnern Ausschau halten: Online ist es sehr einfach, neue Kanäle, Medien oder Kampagnen aufzusetzen. Die meisten werden mangels guter Inhalte bald wieder eingestellt. Expertenwissen ist ein kostbares Gut im Kampf um Aufmerksamkeit. Deshalb: Wer dieses besitzt kann sich selbstbewusst nach Partnern umsehen, die ihm helfen, sich selbst besser zu vermarkten. Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) beispielsweise sammelt aktuell Erfolgsgeschichten auf einer eigenen Website https://ingenieurgeschichten.vdi.de. Der Verein will so dem Berufsstand zu mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung verhelfen und verfügt über ein weitreichendes Netzwerk, um dies zu tun. Die Inhalte aber müssen von Ingenieuren kommen. Werden diese auf der Website abgebildet, profitieren beide. Der VDI sowie der Ingenieur, der den Link zu seiner Geschichte wieder in seinen Netzwerken teilen kann.

Technik-Profis, die Personal Branding betreiben, nehmen ihr berufliches „Schicksal“ selbst in die Hand. Sie beeinflussen, was Suchmaschinen ausgeben, wenn jemand ihren Namen eingibt. Sie bestimmen maßgeblich auch das Bild mit, das andere von ihnen haben – nichts anderes versuchen Marketing-Spezialisten auch für ihre Unternehmensmarken zu schaffen. Ja, Personal Branding ist aufwendig – kann aber auch viel Freude bereiten. Im Grunde beschäftigen sich Experten ja hier auch mit den Dingen, für die sie wirklich brennen – nur eben öffentlich. Wer Personal Branding gekonnt betreibt, hat auf jeden Fall einen Vorsprung gegenüber seinen klassisch veranlagten Kollegen – wie der Igel in der Fabel.


  1. So positionieren sich Ingenieure bei LinkedIn
  2. Schritt 2: Wo treffe ich Entscheider?
  3. Schritt 3: Wie baue ich mir ein tragfähiges Netzwerk auf?
  4. Weitere Erfolgsfaktoren für Business-Netzwerker

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