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So positionieren sich Ingenieure bei LinkedIn


Fortsetzung des Artikels von Teil 2

Schritt 3: Wie baue ich mir ein tragfähiges Netzwerk auf?

Gut Ding will Weile haben und auch ein tragfähiges Netzwerk braucht Zeit. Deshalb netzwerken Menschen nicht dann, wenn sie gerade auf Jobsuche sind, sondern permanent.

Laut einer Umfrage sind bei LinkedIn beispielsweise nur 11 Prozent der Mitglieder aktuell auf Stellensuche. Für die große Mehrzahl stehen interessante Inhalte und der Austausch mit anderen klar im Vordergrund.

Der eigene "News Stream" generiert hier den eigentlichen Wert, und hier findet die "Hauptarbeit" beim Personal Branding statt. Hier gilt es, die Angaben, die man im Profil über seine eigenen Qualifikationen macht, mit wertvollen Beiträgen zu unterfüttern. Neben dem Austausch über Expertenthemen ist es hier das Ziel, einen Multiplikatoreneffekt zu erreichen: Finden andere die eigenen Updates hilfreich, teilen sie diese wiederum mit ihrem eigenen Netzwerk. So erreichen es Experten, von vielen anderen Personen entdeckt zu werden.

Netzwerke wie Twitter, Google+ und LinkedIn erlauben das Teilen von kurzen Updates, Links, Bildern und Videos. Wertvoll für andere können hier zum Beispiel Links zu aktuellen Studien oder Büchern sein, ein kleiner Live-Bericht von einem Vortrag – aber auch Blogposts, Podcasts oder Videos. Techniker, die oft selbst Vorträge halten, können ihre Präsentationen zudem auf Slideshare einstellen und diese dem Vortrags- sowie einem erweiterten Online-Publikum zugänglich machen.

Das klingt nach Arbeit? Das ist viel Arbeit. Doch wer es auf diese Art und Weise schafft, ein Profil aufzubauen, wird nicht nur für andere Unternehmen und seinen Traumarbeitgeber interessanter, sie oder er wird auch wertvoller für das eigene Unternehmen und kann so die Wertschätzung durch Kollegen und Vorgesetzte steigern.

Nach außen hin sichtbare Experten in den eigenen Reihen aufzubauen ist übrigens in einigen Unternehmen bereits Bestandteil des Marketing- beziehungsweise Kommunikationsplans. Wer sich für Personal Branding interessiert sollte deshalb auch die unternehmensinterne PR-Abteilung ansprechen, die möglicherweise bereits Expertenprogramme betreut oder vorbereitet.

Wichtig hier: Niemand sollte sich im offiziellen Einsatz für die eigene Firma verbiegen müssen. Die eigenen Updates sollten immer irgendwie zum "Markenkern" des Profils aber auch zur eigenen Persönlichkeit passen.

 


  1. So positionieren sich Ingenieure bei LinkedIn
  2. Schritt 2: Wo treffe ich Entscheider?
  3. Schritt 3: Wie baue ich mir ein tragfähiges Netzwerk auf?
  4. Weitere Erfolgsfaktoren für Business-Netzwerker

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