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Videokonferenz: Ist Zoom sicher?

Das sind die Sicherheits-Updates von Zoom 5.0

23. April 2020, 08:08 Uhr   |  Corinna Puhlmann-Hespen

Das sind die Sicherheits-Updates von Zoom 5.0
© Zoom

Zoom Video Communications implementiert robuste Sicherheitsverbesserungen in die Version Zoom 5.0 seiner Videomeeting-Lösung.

Die neue Version Zoom 5.0 soll einen besseren Schutz der Sitzungsdaten bieten. Auch hinsichtlich der Kontrollfunktionen für Nutzer hat Zoom nun nachgelegt.

Das Erscheinen von Zoom 5.0 ist noch für diese Woche angekündigt. Somit können Nutzer des Videomeeting-Dienstes in Kürze ihre Anwendung auf der Internetseite zoom.com/download auf die jüngste Version aktualisieren. Was aber bietet Zoom 5.0 an Verbesserungen in Bezug auf Sicherheit und Datenschutz?

Im Backend soll die AES-256-Bit-GCM-Verschlüsselung die Messlatte für die Sicherheit der Daten bei der Übertragung höher legen. Was das Front-End betrifft, so hat man nun das ‚Sicherheit‘-Icon in der zentralen Menüleiste platziert. Das hat den Vorteil, dass alle Zoom-Gastgeber die Sicherheitsfunktionen immer sofort parat haben.

Diese Verbesserungen seien laut Unternehmensangaben ein wichtiger Meilenstein im Kontext der kürzlich kommunizierten »90-Tage-Fokusinitivative« zur Verbesserung der Sicherheit und des Datenschutzes der Plattform. Konkret ändert sich folgendes:

Updates in Bezug auf das Netzwerk

  • AES 256-Bit-GCM-Verschlüsselung: Zoom rüstet auf den AES-256-Bit-GCM-Verschlüsselungsstandard auf, der einen verbesserten Schutz der Sitzungsdaten während der Übertragung und einen höheren Widerstand gegen Manipulationen bietet. Zoom 5.0 unterstützt die GCM-Verschlüsselung, und dieser Standard tritt in Kraft, sobald alle Konten mit GCM aktiviert sind. Die systemweite Konto-Aktivierung soll am 30. Mai erfolgen.
  • Steuerung der Datenweiterleitung: Account-Administratoren können nun das Data Routing für ihre Meetings kontrollieren.

Updates in Bezug auf die Benutzerführung und Kontrollfunktionen

  • „Sicherheit“-Icon: Die Sicherheitsfunktionen von Zoom, auf die zuvor über die Konferenzmenüs zugegriffen werden konnte, sind jetzt gruppiert und können durch Klicken auf das Sicherheitssymbol in der Konferenzmenüleiste auf der Benutzeroberfläche des Gastgebers gefunden werden.
  • Robuste Gastgebersteuerung: Gastgeber werden in der Lage sein, über das Sicherheitssymbol einen Benutzer an Zoom zu melden. Sie können auch die Möglichkeit für Teilnehmer deaktivieren, sich selbst umzubenennen. Für Kunden aus dem Bildungsbereich ist die Bildschirmfreigabe jetzt standardmäßig nur für den Gastgeber aktiviert.
  • Warteraum: Eine bereits vorhandene Funktion, die es dem Gastgeber ermöglicht, Teilnehmer in virtuellen Warteräumen zu halten, bevor sie zu einer Besprechung zugelassen werden, ist jetzt standardmäßig für die Konten Education, Basic und Pro mit Einzellizenz aktiviert. Alle Gastgeber können nun auch den Wartesaal einschalten, während ihre Sitzung bereits läuft.
  • Passwortkomplexität und Default-Setting: Die Meeting-Passwörter, eine vorhandene Zoom-Funktion, ist jetzt für die meisten Kunden, einschließlich aller Education-, Basic- und Pro-Kunden mit Einzellizenz, standardmäßig aktiviert. Für verwaltete Konten haben Administratoren jetzt die Möglichkeit, die Passwortkomplexität zu definieren (z. B. Länge, alphanumerische und Sonderzeichenanforderungen). Darüber hinaus können Zoom Phone-Administratoren jetzt die Länge der für den Zugriff auf die Voicemail erforderlichen PIN anpassen.
  • Passwörter für Cloud-Aufzeichnungen: Passwörter werden jetzt standardmäßig für alle Personen festgelegt, die neben dem Sitzungsleiter auf Cloud-Aufzeichnungen zugreifen und erfordern ein komplexes Passwort. Für verwaltete Konten haben Konto-Administratoren jetzt die Möglichkeit, die Passwortkomplexität zu definieren.
  • Sicheres Teilen von Konto-Kontakten: Zoom 5.0 wird eine neue Datenstruktur für größere Organisationen unterstützen, die es ihnen ermöglicht, Kontakte über mehrere Konten hinweg zu verknüpfen, so dass Personen Meetings, Chat- und Telefonkontakte einfach und sicher suchen und finden können.
  • Dashboard-Erweiterung: Administratoren von Geschäfts-, Unternehmens- und Bildungslizenzen können in ihrem Zoom-Dashboard anzeigen, wie ihre Meetings mit Zoom-Rechenzentren verbunden sind. Dazu gehören alle Rechenzentren, die mit HTTP-Tunnel-Servern verbunden sind, sowie Konferenzraum-Verbindungen und Gateways.
  • Zusätzlich: Benutzer können sich jetzt dafür entscheiden, dass ihre Zoom-Chat-Benachrichtigungen keinen Ausschnitt ihres Chats zeigen; neue Nicht-PMI-Meetings haben jetzt 11-stellige IDs für zusätzliche Komplexität; und während eines Meetings wurde die Meeting-ID und die Einladungsoption vom Zoom-Interface in das Teilnehmermenü verschoben, wodurch es für einen Benutzer schwieriger wird, versehentlich seine Meeting-ID weiterzugeben.

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