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Renesas Electronics

Mit der RA-Familie den Markt aufrollen


Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Ausbau im Einstiegsbereich

Für die Fertigung der RA-Familie setzt Renesas auf unterschiedliche Prozesse. Die RA2-MCUs werden mithilfe einer 110-nm-Technologie (interne und externe Fertigungskapazitäten) gefertigt, die RA4- und RA6-Komponenten basieren auf 40-nm-Strukturen (Foundry-Dienstleistungen). Die RA-Familie mit ihren skalierbaren Mitgliedern deckt einen Bereich von 48 bis 240 MHz ab. Laut Burgess arbeitet Renesas mit der RA8-Serie bereits an weiteren Line-ups mit Controllern, die noch höher getaktet sein werden.

Alle drei Serien (RA2, RA4, RA6) umfassen Mainstream- und Entry Line Controller (plus einige applikationsspezifische Varianten). Im Herbst dieses Jahres hat Renesas insbesondere seine Entry Line ausgebaut, und zwar mit einer RA6E1-, einer RA4E1- und jüngst auch mit einer RA2E2-Gruppe. Stefan Ingenhaag, Product Manager von Renesas, erklärt: »Entry Line bezieht sich nicht auf die Taktfrequenz. Viele Entwickler benötigen eine hohe Rechen-Performance, viel Flash und viel RAM, aber sind nicht an umfassenden Connectivity-Optionen und/oder nicht an allen möglichen Peripherals interessiert.« Er merkt aber auch an, dass selbst die Entry Lines von RA4 und RA6 über Ethernet, USB 2.0 Full Speed, serielle Schnittstellen, CAN, QSPI und fortschrittliche Analogfunktionen verfügen. Ingenhaag weiter: »Außerdem zeichnen sich diese Entry-Line-Komponenten mit 60 µA/MHz durch die niedrigste Stromaufnahme im aktiven Modus aus.« Und sie bieten einen einfachen Migrationspfad zu den Mainstream-Line-Komponenten und ASSPs, dank Hardware- und Software-Kompatibilität. Ingenhaag weiter: »Mit unserem FSP abstrahieren wir die Hardware komplett. Es dauert maximal zwei Stunden, um die Software von einem Controller zu einem anderen mit höherer Leistungsfähigkeit zu portieren.«

RA2 Entry Line, die etwas andere Einstiegsvariante

Die MCUs der RA2-Serien sind mit 48 MHz getaktet und basieren auf einem 110-nm-Prozess. »Diese Einstiegsvarianten mit dem Cortex-M23 ermöglichen energieeffiziente Systeme, die wenig Leistung aufnehmen. Industrieweit sind keine M23-MCUs zu finden, deren Leistungsaufnahme im aktiven und Standby-Modus besser sind.« Darüber hinaus unterstützen die RA2-Entry-Line-Controller einen Spannungsbereich von 1,6 bis 5,5 V. Ingenhaag weiter: »Auch wenn es sich um Entry-Line-Komponenten handelt, bieten diese Mikrocontroller genau die Schnittstellen, die zum Beispiel für Sensoranwendungen notwendig sind, einschließlich I3C, in dieser Klasse ein absolutes Novum.« Um die Systemkosten zu senken, sind die Controller unter anderem mit einem On-Chip-Oszillator mit einer Genauigkeit von ±1 Prozent, Power-on Reset und Niederspannungsdetektor, EEPROM und einem Temperatursensor ausgestattet. Und da die Controller oft in warmen Umgebungen eingesetzt werden, sind sie für einen Temperaturbereich von bis zu 125 °C ausgelegt. In der RA2E2-Gruppe sind außerdem eine vereinfachte SCE (AES256/128), ein True Random Number Generator (TRNG) und Speicherschutzeinheiten integriert.

Die RA2E2-Gruppe umfasst neun verschiedene Bausteine mit Gehäusen von 16 bis 24 Pins (einschließlich einem CSP-Gehäuse mit den Abmessungen von 1,87 × 1,84 mm2) sowie 16 kB bis 64 kB Flash-Speicher und 8 kB SRAM.
Renesas hat die RA2E2-Gruppe und andere RA-MCUs mit komplementären Analog- und Power-Lösungen zu sog. Winning Combinations kombiniert. Diese arbeiten nahtlos zusammen, um die Designzyklen zu beschleunigen und das Systemdesign-Risiko für eine Vielzahl von Anwendungen zu reduzieren. Beispiel für Winning Combinations mit RA2E2-Bausteinen ist unter anderem das DDR5-Gaming-DIMM für adressierbare LED-Steuerung.

Die RA2E2-Gruppe ist ab sofort verfügbar. Um Entwicklern den Einstieg zu erleichtern, bietet Renesas das EK-RA2E2 Evaluation Kit. 

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