Haseloff trifft von der Leyen

Die EU und die Intel-Fab in Magdeburg

26. Oktober 2022, 7:21 Uhr | dpa ha
Intel will in Magdeburg 2 Chipfabriken errichten
Intel will in Magdeburg 2 Chipfabriken errichten
© Intel

Reiner Haseloff trifft Ursula von der Leyen in Brüssel, um unter anderem über den European Chips Act und die von Intel geplante Fab in Magdeburg zu sprechen.

Intel hofft auf eine Verabschiedung des Gesetzesvorhabens im ersten Halbjahr 2023 – doch ob es tatsächlich so schnell geht, ist offen. Es dürfte also genügend Gesprächsstoff zwischen EU-Kommissionschefin von der Leyen und Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) an diesem Mittwoch in Brüssel geben. Denn bei dem Großprojekt in der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt spielt die EU eine wichtige Rolle. Mit dem European Chips Act sollen mehrere Milliarden Euro Förderung für die Chip-Industrie in Europa mobilisiert werden.

Mit dem Gesetz will die EU verhindern, dass Europa bei der Produktion von ICs weiter von Asien und Amerika abgehängt wird. Unter anderem soll bestimmten neuen Halbleiterfabriken ermöglicht werden, einfacher durch Beihilfen unterstützt zu werden. Eigentlich ist Staatshilfe für Unternehmen in der EU nur in Ausnahmefällen möglich, damit der Wettbewerb nicht verzerrt wird.

Intel hofft auf großzügige staatliche Unterstützung, um die Kostenlücke zu anderen möglichen Standorten zu schließen. Nur so seien diese Investitionen in Europa rentabel, heißt es vom Unternehmen. Der Bund will die Ansiedlung in Magdeburg mit einem Milliardenbetrag fördern. Bis 2024 sollen insgesamt 6,8 Mrd. Euro fließen.

In Magdeburg sollen ab 2027 Chips produziert werden. In einer ersten Ausbaustufe sollen zwei benachbarte Halbleiterwerke gebaut werden, mehrere Tausend Arbeitsplätze könnten entstehen. Intel will dafür zunächst rund 17 Mrd. Euro investieren. Der Spatenstich könnte im ersten Halbjahr 2023 erfolgen.
 


Das könnte Sie auch interessieren

Verwandte Artikel

INTEL GmbH