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Corona macht sich in den Zahlen bemerkbar

22. April 2020, 05:55 Uhr   |  Iris Stroh

Corona macht sich in den Zahlen bemerkbar
© Monster Ztudio/stock.adobe.com

STMicroelectronics hat seine Zahlen für das erste Quartal 2020 vorgelegt. Demnach belief sich der Nettoumsatz auf 2,23 Mrd. Dollar, die Bruttomarge auf 37,9 Prozent und der Nettogewinn auf 192 Mio. Dollar.

»Im ersten Quartal 2020 ist unser Nettoumsatz im Vergleich zum ersten Quartal 2019 um 7,5 Prozent gestiegen«, erklärt Jean-Marc Chery, President und CEO von STMicroelectronics. Das Wachstum wird weiterhin vor allem durch höhere Umsätze mit Bildsensoren getrieben, aber auch durch Zuwächse im Analog- und Mikrocontroller-Bereich. Im Gegensatz dazu sind die Geschäfte im Automotive-Sektor, im Bereich »Power Discrete« und im Segment »Digital« rückläufig. Die operative Marge beziffert Chery mit 10,4 Prozent, der Nettogewinn konnte um 7,9 Prozent zulegen.

In diesem Quartal hat ST seine eigene Midpoint-Prognose nicht erreicht, der Umsatz lag um 5 Prozent unter den Anfang des Quartals geäußerten Erwartungen. Chery: »Der Ausbruch von COVID-19 und die anschließenden Eindämmungsmaßnahmen seitens der Regierungen auf der ganzen Welt stellten eine Herausforderungen für unsere Produktionsbetriebe und insbesondere in den letzten Tagen des Quartals auch für die Logistik dar. Unsere Bruttomarge für das erste Quartal von 37,9 Prozent entsprach weitgehend unserem Halbzeitziel.«

Laut Chery hat ST das erste Quartal mit einer stabilen Nettofinanzposition von 668 Mio. Dollar abgeschlossen, es stehen 2,7 Mrd. Dollar liquide Mittel zur Verfügung, dazu kommt noch ein verfügbarer Kreditrahmen in Höhe von 1,1 Mrd. Dollar.

Im zweiten Quartal erwartet Chery eine weiterhin rückläufige Nachfrage, insbesondere vonseiten der Automobilbranche. Er geht außerdem davon aus, dass auch im nächsten Quartal die bereits beschriebenen Probleme mit der Produktion und der Logistik anhalten werden. Chery geht aber dennoch davon aus, dass alle Produktionsstandorte betriebsbereit bleiben, einige werden aber mit . reduzierter Kapazität laufen.

Für das Geschäftsjahr 2020 erwartet Chery einen Umsatz zwischen 8,8 und 9,5 Mrd. Dollar. Für das zweite Halbjahr erwartet Chery ein höheres Wachstum im Vergleich zum ersten Halbjahr. »Das Wachstum wird durch bereits laufende Kundenprogramme und die Beseitigung von Lieferengpässen vorangetrieben werden. Die Wachstumsspanne hängt von der Entwicklung des Marktes ab«, so Chery.

Die geplanten 1,5 Mrd. Dollar CAPEX wurden aufgrund der Entwicklungen auf eine Spanne zwischen 1,0 und 1,2 Mrd. Dollar reduziert.

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