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Passgenaue Ersatzteilfertigung

Daimler-Tochter EvoBus setzt 3D-Druck ein

Evobus
EvoBus ist das größte europäische Tochterunternehmen von Daimler mit den Marken Mercedes-Benz, Setra, OMNIplus und BusStore
© Bild: Evobus

EvoBus ist eine Tochter des Daimler-Konzerns und einer der weltweit führenden Omnibushersteller. Um ihre Position unter zunehmendem Wettbewerbsdruck auszubauen, setzt die Daimler-Tochter auch auf den 3D-Druck.

Insbesondere wollte das Unternehmen eine Antwort auf die wachsenden Herausforderungen im Bereich Customer-Services & Parts (CSP) finden. In der additiven Fertigung sieht Daimler ein zentrales Mittel, um diese Ziele zu erreichen. Um industriellen 3D-Druck erfolgreich in der Organisation einzubinden, setzt EvoBus auf die Expertise von Additive Minds, der Beratungssparte von Eos.

Die EvoBus GmbH ist das größte europäische Tochterunternehmen der Daimler AG. Mit den Marken Mercedes-Benz, Setra, OMNIplus und BusStore ist sie als führender Full-Line-Anbieter auf dem europäischen Omnibusmarkt und weltweit tätig. Als Teil des Geschäftsbereiches Daimler Buses ist EvoBus Europas größter Omnibushersteller.

Der Bereich Customer Services & Parts (CSP) von EvoBus steht der Herausforderung von steigenden Kosten für Lagerung und Logistik sowie langen Lieferzeiten gegenüber. Grund dafür ist ein immer breiter werdendes Portfolio, verbunden mit der Zusicherung an die Kunden, ihnen über einen Zeitraum von mehr als 15 Jahren nach Serienauslauf Ersatzteile für ihre Busse zur Verfügung zu stellen. Derzeit verwaltet der CSP-Bereich von EvoBus über 300.000 aktive Ersatzteile, von denen eine Vielzahl auf Lager gehalten werden – Tendenz steigend. Aufgrund von Mindestabnahmemengen kommt es zudem häufig zur Überproduktion: Oft müssen 15, 20 oder sogar 100 Teile abgenommen werden, selbst wenn nur eines benötigt wird.

Mit konventionellen Produktionsverfahren kann EvoBus den wachsenden Herausforderungen im Bereich Customer-Services & Parts schwer begegnen. In der Produktionsflexibilität der additiven Fertigung sieht sie hingegen großes Potenzial: »Durch die Implementierung des 3D-Drucks in unser CSP-Geschäftsmodell erhoffen wir uns, die steigenden Lager- und Werkzeugkosten aufgrund des zahlenmäßigen Anstiegs der unterschiedlichen Omnibus-Ersatzteile zu reduzieren und zugleich unsere Lieferleistung an unsere Endkunden weiter zu verbessern«, fasst Ralf Anderhofstadt, Projektleiter CSP 3D-Druck zusammen.
 

EOS
Im Workshop wurden die Anforderungen und Lösungen erarbeitet.
© EOS

Additive Fertigung – Teil des Service&Parts-Geschäftsmodells

Bei der Implementierung der additiven Fertigung in ihr CSP-Geschäftsmodell setzt EvoBus auf die Expertise von Additive Minds, dem weltweit größten Team von AM-Experten. Die Unterstützung erfolgt auf unterschiedlichen Ebenen: Im Rahmen von Workshops und mittels Off-Site-Support wurde die gesamte Lieferkette beleuchtet und ermittelt, wie der CSP-Bereich von EvoBus das Potenzial des industriellen 3D-Drucks bestmöglich nutzen kann. In enger Zusammenarbeit konnte die technische und wirtschaftliche Machbarkeit des Projekts innerhalb weniger Monate sichergestellt werden. Die Experten von Additive Minds brachten dabei ihre Erfahrung aus weltweit mehr als 250 industrieübergreifenden Projekten ein.


  1. Daimler-Tochter EvoBus setzt 3D-Druck ein
  2. Systematische Auswahl geeigneter Bauteile

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