Ams & Osram »Das ist die letzte Chance«

Rochade der Finanzinvestoren: Im Wettbieten um Osram ist Advent an die Stelle von Carlyle getreten. Ein neues Angebot jenseits der 38,50 Euro pro Aktie wurde angekündigt.
Wenn nicht jetzt, wann dann? Ams-Chef wendet sich an Osram-Aktionäre.

Das Übernahmeangebot für Osram läuft am 5. Dezember aus. Mit den Worten »das ist die letzte Chance« wendet sich Ams-Geschäftsführer an die Osram-Aktionäre.

Dass sich Ams vom ersten gescheiterten Übernahmeangebot nicht abschrecken lässt, machte Geschäftsführer Alexander Everke schon frühzeitig klar. Ein zweites Angebot folgte Mitte Oktober. Darin wurde die Mindestannahmeschwelle von 62,5 auf 55 Prozent gesenkt und die Rahmenbedingungen für eine Fusion – vor allem Standort- und Arbeitsplatzgarantien sowie ein gemeinsames Verständnis über die weitere Firmenstrategie – wurden vorab mit Osram ausgehandelt. Ein Punkt, der bei der IG Metall Widerstand gegen das erste Angebot hervorbrachte. Finanziell bleibt das Angebot bei 41 Euro pro Osram-Aktie.

Bis Ende November gingen 3,3 Prozent der Osram-Aktionäre darauf ein. Zu wenig für den österreichischen Sensorikhersteller. In einer Mitteilung »ermutigt Ams alle Osram-Aktionäre« ihre Anteile »so zeitnah wie praktisch möglich« an Ams zu verkaufen, um die Mindestannahmeschwelle zu erreichen. Alexander Everke ergänzt: »Das ist die letzte Chance auf 41 Euro pro Aktie für Osram-Aktionäre«. Sollte das Angebot scheitern, werde es innerhalb der nächsten sechs Monate kein weiteres Angebot geben. Eine Minderheitsbeteiligung am Münchner Lichtkonzern ohne Aussicht auf eine baldige Aktienmehrheit sei keine Option. Darum werde die Mindestannahmeschwelle nicht weiter gesenkt.