4-Punkte-Plan für Start-ups Schutzschirm für Start-ups in der Corona-Krise

Wie die meisten Berufsverbände, setzt sich auch der deutsche Startup-Verband in der Corona-Krise für seine Berufsgruppe ein. Er legt der Regierung einen Plan für einen Schutzschirm für deutsche Start-ups vor. Nun gilt es, diesen in Abstimmung mit Bundes- und Landesregierungen, zügig umzusetzen.

Der Bundesverband Deutsche Startups hat heute seinen 4-Stufen-Plan zum Schutz deutscher Start-ups in der Corona-Krise vorgelegt. Start-ups sind von der aktuellen Situation besonders betroffen, da durch Umsatzausfälle und den Rückzug von Neuinvestoren kurzfristig gravierende Liquiditätsengpässe zu befürchten sind. Schnelle, effiziente, umfassende und zielgenaue finanzielle Unterstützungsmaßnahmen sind daher dringend erforderlich. Das gilt umso mehr, da bisher vorgeschlagene Fördermaßnahmen an den Bedürfnissen von Start-ups vorbeigehen: Start-ups haben - insbesondere in einer frühen Phase - weder eine kreditgebende Hausbank noch erfüllen sie die herkömmlichen Kriterien, um einen Kredit zu erhalten.

Christian Miele, Präsident des Bundesverbandes Deutsche Startups e.V.: »Wir wissen, dass die kommenden Wochen und Monate unser Ökosystem um viele Jahre, vielleicht sogar um ein Jahrzehnt, zurückwerfen kann, wenn wir nicht schnell und substantiell handeln. Wir stehen deshalb in regelmäßigem, engem und direktem Kontakt mit den entscheidenden staatlichen Stellen. Oberste Priorität ist momentan die Liquidität der deutschen Start-ups - egal welcher Stage, welchen Alters und welcher Größe – zu erhalten. Wir sind davon überzeugt, dass der von uns erarbeitete 4-Stufen-Plan, unser Schutzschirm für Start-ups, das leisten kann. Es kommt jetzt darauf an, diesen in enger Abstimmung mit der Bundes- und den Landesregierungen zügig umzusetzen. Uns bleibt nicht viel Zeit.«

Unterschiedliche Finanzierungsarten erfordern unterschiedliche Schutzmaßnahmen

»Es ist wichtig, dass in einer Situation wie dieser Verantwortung übernommen wird. Das hat das deutsche Start-up-Ökosystem vor der Krise, das tut es gerade und das wird es auch danach. Die geforderten Maßnahmen haben das Ziel die Arbeitsplätze, die deutsche Start-ups in den letzten Jahren geschaffen haben, zu erhalten. Wenn diese Maßnahmen Erfolg haben und diese Krise überstanden ist, haben wir die Chance gestärkt aus ihr hervorzugehen«, sagt Miele.

Eine »One size fits all«-Lösung gibt es angesichts der vielfältigen Finanzierungsarten und Entwicklungsstadien von Start-ups nicht. Der Bundesverband Deutsche Startups e.V. (Startup-Verband) schlägt daher einen Vier-Stufen-Plan als ganzheitlichen Schutzschirm für Start-ups vor:  

Stufe 1: Maßnahmen für Start-ups in früher Phase bzw. ohne Wagniskapitalgeber
Stufe 2: Maßnahmen für Start-ups mit Wagniskapitalgeber - ein »Matching-Fonds«
Stufe 3: Maßnahmen für Scale-ups
Stufe 4: Maßnahmen für einen Secondary Market bei ausfallenden Investoren 

Hier könnt Ihr den kompletten 4-Stufen-Plan herunterladen.