Elektrisch unterwegs in Regensburg Infineon startet Logistik per Elektro-LKW

In kleinen Schritten zur Klimaneutralität. 18 Tonnen CO2 spart allein der neue eLKW in Regensburg.
In kleinen Schritten zur Klimaneutralität. 18 Tonnen CO2 spart allein der neue eLKW in Regensburg, der in der Werkslogistik eingesetzt wird.

Infineon startet die elektrisch-angetriebene Logistik. In Regensburg fährt ab sofort ein elektrischer LKW von Kühne+Nagel zwischen dem Werksgelände und einem Versorgungszentrum. Der eLKW legt dabei täglich rund 100 km zurück; dank des Elektroantriebs spart er dabei jährlich rund 18 Tonnen CO2 ein.

Infineon hatte auf der Hauptversammlung im Februar angekündigt, bis 2030 CO2-neutral sein zu wollen. Der Halbleiterkonzern setzt dabei auf viele kleine Schritte – die Umstellung von Diesel auf Elektromobilität für die Werkslogistik ist einer davon.

In Regensburg kommt ab 05.06. ein 7,5-Tonner des eLKW-Herstellers Framo zum Einsatz und fährt viermal pro Arbeitstag die Strecke zwischen dem Werksgelände und einem externen Versorgungszentrum im Osten der Stadt, ingesamt rund 100 Kilometer. Gegenüber einem Dieselfahrzeug werden so 60 bis 100 Prozent CO2-Ausstoß eingespart. Infineons Logistikpartner Kühne+Nagel will die Batterien mit Ökostrom zu laden, um mit Strom aus erneuerbaren Energien jegliche CO2-Emissionen komplett zu vermeiden.

Die von Framo entwickelte Batterie hat eine Kapazität von 115,6 kWh. Damit kann der eLKW 115 km zurücklegen – genug Reichweite also für die täglich zurückgelegte Strecke. Infineon setzt das Fahrzeug dazu ein, Materialien wie Verpackungen und Werkstoffe aber auch fertige Produkte zu transportieren. 2019 hatte Infineon seine Produktionskapazität in Regensburg erhöhrt und dazu das Versorgungszentrum neu bezogen. Langfristig sollen Stück fütr Stück nicht nur die LKW sondern alle Logistikfahrzeuge auf alternative Energien umgestellt werden, etwa auch Gabelstapler.

Als Hersteller von Leistungshalbleitern, Sensoren und Mikrocontrollern, die auch zum Antrieb von elektrisch betriebenen LKWs benötigt werden, profitiert Infineon selbst von der Elektromobilität. Studien sagen voraus, dass bis zum Jahr 2030 schätzungsweise 35 Prozent der neu zugelassenen Leicht-Lkw bis sechs Tonnen und 26 Prozent der Schwerlaster über 15 Tonnen mit alternativen Antrieben ausgestattet sein. Auch der in Regensburg eingesetzte eLKW von Framo ist mit Bauteilen von Infineon bestückt. So steuern etwa Mikrocontroller den Antrieb und regeln das Batteriemanagement.