Schwerpunkte

Bedienelemente-Gehäuse für Connectivity

Befehlsgeräte ins IoT einbinden

09. November 2020, 21:51 Uhr   |  Andreas Knoll

Befehlsgeräte ins IoT einbinden
© Schlegel Elektrokontakt

Die Gehäuse der Serie »proboxx« von Schlegel Elektrokontakt verleihen elektromechanischen Bedienelementen Connectivity.

IoT und KI werden auch bei klassischen Schaltern und Tasten zunehmend zum Thema. Schlegel Elektrokontakt präsentiert daher auf der electronica virtual für die elektromechanischen Bedienelemente eine Gehäusefamilie, deren Mitglieder in mancherlei Hinsicht auf die Einbindung ins IoT vorbereitet sind.

»Der Trend bei elektromechanischen Bedienelementen geht weiter in Richtung kleine und platzsparende Komponenten, weil Maschinen und Anlagen, auch aus wirtschaftlichen Gründen, immer kompakter werden«, erläutert Torsten Singer, Produktmanager bei Schlegel Elektrokontakt. »Die Befehlsgeräte werden sich dem Bedarf an einfacher und benutzerfreundlicher Bedienung weiter anpassen und trotzdem wichtige Merkmale wie etwa Haptik und taktile Rückmeldung beibehalten, die ein sicheres Bedienen ermöglichen. Außerdem werden auch bei Tastern und Schaltern Themen wie IoT und KI Einzug halten.« Besonders in Verbindung mit IO-Link seien viele neue Möglichkeiten denkbar. Nicht von ungefähr steht der Messeauftritt des Unternehmens im Zeichen seiner neuen Bedienelemente-Gehäuseserie „proboxx“. Die Gehäuse aus Polyamid zeichnen sich durch eine hohe Festigkeit aus und bieten die Schutzart IP65. Mit einem neuentwickelten Befestigungsmechanismus lassen sie sich auf vollflächigem Unterbau, an der Wand oder auf Profilschienen montieren. Nutzbar sind die Gehäuse sowohl mit konventioneller Verdrahtung als auch mit modernen Kommunikationssystemen. Zu haben sind sie als Leergehäuse oder als bestückte Gehäuse. Die bestückten Versionen gibt es für vier verschiedene Systeme: Konventionelle Verdrahtung, IO-Link, AS-Interface und Funk. Alle Systeme sind mit einer M12-Schnittstelle ausgestattet. Die Leergehäuse sind in zwei verschiedenen Ausführungen erhältlich: Für die konventionelle Verdrahtung vorgesehen ist das Leergehäuse mit Sollbruchstelle für M16-Kabelverschraubungen. Das Leergehäuse ohne Sollbruchstelle ist für Funkanwendungen oder spezielle Anschlüsse gedacht, für die der Kunde die Öffnung eigenständig anbringen kann. Die bestückten Gehäuse lassen sich über ihre M12-Anschlüsse mit dem Kommunikationssystem verbinden. Wenn sie mit einem Not-Halt versehen sind, wird dieser über den zweiten M12-Anschluss separat angesteuert. Über ihren M12-Anschluss können „proboxx“-Gehäuse direkt an einen IO-Link-Master-Port angeschlossen oder in ein AS-Interface-Feldbussystem eingebunden werden. Eine Status-LED zeigt den aktuellen Zustand der Gehäuse an. Über eine SPS oder einen IPC lassen sich unter anderem folgende Einstellungen vornehmen oder Eigenschaften überwachen: Dimmer und Nachtdesign auf allen LEDs, Betriebsstundenzähler sowie Schaltspiele-Überwachung (Lebensdauer) pro Befehlsgerät. Erhältlich sind die bestückten Gehäuse auch mit sWave-Funktechnik. Das Funksystem besteht aus einer Sender- und einer Empfängereinheit, die auf der sWave-Technik von steute Technologies aufbauen. Sender- und Empfängereinheit arbeiten im Frequenzbereich von 868 MHz. Die proboxx mit Funktechnik bietet sich für Umgebungen an, in denen Kabelverbindungen unerwünscht oder nicht möglich sind. Die Sendeleistung der proboxx mit Funktechnik reicht im freien Feld bis zu 450 m und in Innenräumen bis zu 40 m. Die Sendeelektronik wird mit einer Longlife-Batterie betrieben, so dass die bidirektionale Kommunikation und die Validierung des Schaltvorgangs über eine Status-LED möglich sind. Eine rot blinkende Status-LED signalisiert zudem, wenn die Batterie bald gewechselt werden muss. Eine spezielle Funktion überprüft dazu regelmäßig die Leistung der Batterie. Der Funkempfänger hat vier potenzialfreie Relaisausgänge, die über Schließer-Kontakte geschaltet werden. Über einen Lernmodus lassen sich die Befehlsgeräte im Sendergehäuse leicht den gewünschten Ausgängen zuordnen. Auch am Empfänger zeigen LEDs die jeweiligen Schaltzustände an. Zugelassen ist das Funksystem für Europa und speziell durch die sWave-Technik auch für China.

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