Schwerpunkte

Digital Production as a Service

Porsche, MHP und Munich Re gründen die FlexFactory

17. November 2020, 08:30 Uhr   |  Stefanie Eckardt

Porsche, MHP und Munich Re gründen die FlexFactory
© Porsche

FlexFactory heißt das neue Joint Venture von Porsche, MHP und Munich Re, das dabei helfen will, die Fertigung von Kleinserien unterschiedlicher Produkte in der produzierenden Industrie flexibler und kosteneffizienter zu gestalten.

Porsche, die Tochter MHP und der Versicherungskonzern Munich Re haben das Joint Venture FlexFactory gegründet. Ziel: die Fertigung von Kleinserien diverser Produkte in der produzierenden Industrie flexibler zu gestalten. Die FlexFactory agiert hier als Beratungsunternehmen und Business Enabler.

Das neue Gemeinschaftsunternehmen FlexFactory stellt keine eigenen Produktionsanlagen zur Verfügung, sondern bietet das für den Aufbau einer flexiblen Produktion benötigte Wissen und entsprechende Dienstleistungen als Servicekonzept aus einer Hand an. Zusätzlich unterstützt sie bei der tatsächlichen Umsetzung des spezifischen Projekts.

Auf diese Weise werden Kunden aus dem produzierenden Gewerbe befähigt, Innovationen oder Artikelvarianten schneller und effizienter als im traditionellen Produktionsprozess und mit weniger Kapitaleinsatz umzusetzen. Der Bedarf an entsprechenden Lösungen ist groß: Hersteller aus verschiedenen Branchen mit einer hohen Variantenvielfalt wie die Automobilindustrie stehen vor der Herausforderung, immer individueller werdende Kundenbedürfnisse zu berücksichtigen und Produktlebenszyklen zu verkürzen – ohne die mit dieser Transformation einhergehenden betriebswirtschaftlichen Risiken für die eigene Bilanz außer Acht zu lassen. Denn Innovationen gehen mit höherem Investitionsbedarf einher. Gleichzeitig stehen bei herkömmlichen Produktionsanlagen geringen Stückzahlen hohe Fixkosten gegenüber. Die FlexFactory adressiert diese Herausforderungen und das damit verbundene Marktpotenzial, indem sie den Weg hin zu einer flexibler werdenden, ökonomisch kalkulierbaren Produktionslandschaft in kosteneffizienten Strukturen aufzeigt und bei Bedarf deren Implementierung im konkreten Kundenprojekt begleitet.

Das Angebot des Joint Ventures verbindet dafür die jeweiligen Kernkompetenzen der beteiligten Partner auf einer gemeinsamen Plattform: Porsche bringt sein Produktions-Knowhow ein, MHP seine Expertise in der digitalen Prozessoptimierung, insbesondere an der Schnittstelle von Entwicklung zu Produktion. Die Finanzierungs- und Versicherungsmodelle sowie eine Performance-Garantie für die ausgeplante Produktion kommen von Munich Re. Zusätzlich steuert die Munich Re-Tochter relayr digitale Risikoanalyse via IoT-Sensorik bei.

Die Integration weiterer Technologiepartner auf der offenen FlexFactory-Plattform ist im Sinne eines offenen Produktions-Ökosystems mittelfristig denkbar und angestrebt. Das Konzept wurde von den Partnern in den vergangenen Monaten im Rahmen eines konkreten Umsetzungsszenarios im Karosseriebau von Porsche erprobt. Dabei wurde die Produktion verschiedener Anbauteile auf einer Fertigungsstraße simuliert und optimiert.

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Neues Software Development Center bei Audi in Ingolstadt
Serientaugliche eFuels in zehn Jahren möglich
»Hallo Auto?«
Mehr elektrische Reichweite für Cayenne E-Hybrid
Besonnen einsteigen – aber mit durchschlagendem Effekt
BMW eröffnet neues Fahrsimulationszentrum

Verwandte Artikel

Porsche AG