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Geplanter Rückkauf durch VW

Europcar soll zur Mobilitätsplattform werden

29. Juli 2021, 11:32 Uhr   |  Wolfsburg/Paris (dpa)

Europcar soll zur Mobilitätsplattform werden
© Marc Tirl/dpa-Zentralbild/dpa

Das VW-Konsortium hat dasÜbernahmegebot für Europcar auf 2,5 Milliarden Euro erhöht.

Volkswagen will den geplanten Rückkauf von Europcar nutzen, um die französische Firma vom reinen Autovermieter zum Service-Netzwerk für die eigenen Angebote umzubauen. »Ein Autovermietungsunternehmen ist nicht unser Ziel«, sagte Konzernchef Herbert Diess.

»Wir wollen Europcar zu einer neuen Mobilitätsplattform entwickeln«, so Diess weiter. Eine Übernahme von Europcar, das früher schon einmal zu VW gehört hatte, mit Hilfe eines Konsortiums rückt nach einem ersten, gescheiterten Angebot näher. Die Franzosen haben angekündigt, die nachgebesserte Offerte annehmen zu wollen.

Der beste Ausgangspunkt für eine Mobilitätsplattform

Diess sagte, Europcar sei für VW »der beste Ausgangspunkt für eine künftige Mobilitätsplattform«, da das Unternehmen viele grundlegende Fähigkeiten und Kenntnisse mitbringe. Es gehe ihm jedoch nicht so sehr darum, das klassische Vermietgeschäft zu erweitern, sondern um die Schaffung eines integrierten Dienstleistungsangebots rund ums Auto.

Auch die eigenen Flottendienste und Carsharing sollten daher mit Europcar zusammengebracht werden, meinte der VW-Konzernchef: »Wir sollten in der Lage sein, unsere Aktivität zu integrieren und sehr bald zu konsolidieren.« Bis zum Jahresende erhoffe man sich einen Abschluss des Deals. Diesem müssten Kartellbehörden noch zustimmen. Das weit verzweigte Netz der Europcar-Standorte dürfte nach Einschätzung von Branchenbeobachtern für VW auch im Rahmen des Ausbaus der Ladeinfrastruktur für Elektroautos interessant sein.

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Volkswagen AG, dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH