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Porsche setzt auf neues Fertigungsverfahren

15. April 2021, 11:00 Uhr   |  Stefanie Eckardt

Porsche setzt auf neues Fertigungsverfahren
© Porsche

Porsche setzt auf neues Fertigungsverfahren in der Taycan-Lackiererei - nämlich Klebepads statt Kunststoff-Stopfen.

Porsche hat in Kooperation mit Tesa ein neues Produktionsverfahren entwickelt. So werden die für den Korrosionsschutz erforderlichen Löcher in der Karosserie mit Klebepads statt Kunststoff-Stopfen verschlossen. Der Taycan ist das erste Fahrzeug, bei dem dieses neue Verfahren zum Einsatz kommt.

Klebepads statt Kunststoff-Stopfen – diese neue Verfahren kommt erstmals beim Porsche Taycan zum Einsatz. Automatisiert, schnell und zuverlässig positioniert ein Roboter mehr als 100 Klebepads, schließt die Löcher in der Karosserie und optimiert so die Effizienz in der Porsche-Produktion. Mit dieser Lösung werden vor allem die Mitarbeiter stark entlastet: Denn mit der Einführung der Tesa-Pads entfällt ein anstrengender Arbeitsgang, bei dem pro Schicht bis zu 3.600 Stopfen in die Öffnungen gedrückt wurden. Dabei musste über Kopf gearbeitet werden. Zusätzlich bringen die neuen Pads logistische Vorteile und verringern die Komplexität, weil man für alle vier Lochtypen mit nur einer Pad-Größe auskommt. Die 1 mm dünnen Pads tragen zudem kaum auf, während Stopfen bis zu 6 mm weit aus der Karosserie ragen. Die Pads werden mithilfe eines speziellen Roboters prozesssicher positioniert.

Das Porsche Innovationsmanagement hat sich bereits der Klebepads angenommen – und im Juli 2020 wurden mehr als zwei Drittel der rund 150 Stopfen in der Taycan-Lackiererei abgeschafft. Bis zum Sommer 2021 wird auch die Lackiererei im Werk Leipzig umgestellt. Das Porsche Innovationsmanagement wurde 2016 ins Leben gerufen. Das agil arbeitende Projektteam sucht aktiv nach neuen Entwicklungen, fördert diese und stellt sie intern auf den Prüfstand. Dabei geht es längst nicht mehr allein um den Wissenstransfer vom Rennsport in die Serie. Innovationen zu treiben ist bei Porsche fest in der Strategie 2030 verankert und wird als Querschnittsthema verstanden. Das Projektteam bearbeitet neben Fertigungs- und Entwicklungsthemen Zukunftsfelder, wie die Transformation zur Elektromobilität, nachhaltige Mobilitätslösungen sowie den Einfluss der Digitalisierung.
 

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