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Erstes Electrification Center in Europa

Ford steckt 1 Milliarde US-Dollar in deutsche Fahrzeugfertigung

17. Februar 2021, 12:56 Uhr   |  Irina Hübner

Ford steckt 1 Milliarde US-Dollar in deutsche Fahrzeugfertigung
© Ford

So soll das Ford Cologne Electrification Center aussehen.

In die Modernisierung seiner Fahrzeugfertigung in Köln investiert Ford 1 Mrd. US-Dollar. Mit dieser Investition will der Automobilhersteller den Standort zum Cologne Electrification Center ausbauen.

Ab 2023 soll im Ford-Werk in Köln-Niehl das erste batterieelektrische Volumenmodell von Ford in Europa vom Band rollen. Ford prüft zugleich die Möglichkeit, ein zweites rein elektrisches Fahrzeug in Köln zu fertigen. »Der Wettlauf zur Elektrifizierung Europas ist in vollem Gange, und das Ford Cologne Electrification Center wird unsere künftigen Elektrofahrzeuge für Kunden in ganz Europa entwickeln und fertigen,« erklärte Stuart Rowley, Präsident von Ford Europa.

Auch die technische Entwicklung des neuen Ford-Elektrofahrzeugs erfolgt in Köln, im europäischen Entwicklungszentrum von Ford in Köln-Merkenich. Im Rahmen der bestehenden strategischen Allianz mit Volkswagen wird Ford bei der Entwicklung des Fahrzeugs auf dem Modularen Elektrobaukasten (MEB) aufbauen. Auf dieser Plattform wird Ford vollelektrische Fahrzeuge für seine Kunden in ganz Europa liefern. Über den gesamten Lebenszyklus ist die Produktion von insgesamt rund 600.000 Einheiten geplant.

Ford plant, dass bereits 2026 alle Pkw-Modelle mit mindestens einer batterieelektrischen oder einer Plug-In Hybrid Variante angeboten werden. Ab 2030 will der Automobilhersteller nur noch rein elektrische Fahrzeuge im Pkw-Angebot haben.

Umgestaltung des europäischen Geschäfts

Mit dem Aufbau seines ersten europäischen Electrification Center beabsichtigt Ford eine umfassende Umgestaltung seines europäischen Geschäfts. Die Investition ist die größte, die Ford bislang jemals in Köln getätigt hat. »Die Investition in den Ausbau des Kölner Werkes zu unserem Zentrum für Elektromobilität in Europa tätigen wir zu einer Zeit, in der die Automobilindustrie global die größte Transformation ihrer Geschichte durchläuft,« sagte Gunnar Herrmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford-Werke. »Die erfolgreiche Transformation unseres Geschäfts während der letzten zwei Jahre war die Voraussetzung dafür, dass wir diese zukunftsweisende Entscheidung für den Kölner Ford-Standort treffen konnten.«

Die zukünftige Planung für den Kölner Standort beruht auf drei Säulen:

  • eine fokussierte und wettbewerbsfähige Produktpalette inklusive der Fertigung elektrifizierter Fahrzeuge in modernisierten Werken
  • schlanke operative Abläufe mit modernisierten Prozessen zur Qualitätssicherung
  • eine hochflexible und motivierte Belegschaft

Die Modernisierung des Standorts umfasst Investitionen in für die Zukunft von Ford strategisch wichtige Aktivitäten, während gleichzeitig das Engagement in dafür weniger entscheidende Bereiche reduziert wird. In den kommenden Monaten wird Ford weitere Einzelheiten seiner Elektrifizierungspläne in Köln sowie in ganz Europa bekanntgeben.

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