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BASF und Porsche entwickeln Lithium-Ionen-Batterien

21. Juli 2021, 13:20 Uhr   |  Irina Hübner

BASF und Porsche entwickeln Lithium-Ionen-Batterien
© Porsche

Der Taycan Turbo S mit 800-V-Bordnetz.

Die Cellforce Group, ein Porsche- und Customcells-Joint-Venture, hat BASF als exklusiven Zellentwicklungspartner für Lithium-Ionen-Batterien der nächsten Generation ausgewählt. BASF wird hochenergetische HED-NCM-Kathodenmaterialien für die Hochleistungsfahrzeuge von Porsche liefern.

Die Cellforce Group mit Sitz in Tübingen wird die Hochleistungsbatterien, in denen die HED-NCM-Kathodenmaterialien von BASF zum Einsatz kommen, herstellen. Die Produktionsanlage von Cellforce soll 2024 mit einer Anfangskapazität von mindestens 100 MWh pro Jahr in Betrieb gehen und Batterien für rund 1000 Motorsport- und Hochleistungsfahrzeuge herstellen.

Beitrag zur Kreislaufwirtschaft

Als ein weltweit führender Anbieter von hochleistungsfähigen Kathodenmaterialien mit einem starken Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk ist BASF in der Lage, gemeinsam mit Partnern einen Beitrag zu einer Kreislaufwirtschaft zu leisten. Mit den Produktionsanlagen für Vorprodukte für Kathodenmaterialien in Harjavalta, Finnland, und für Kathodenmaterialien in Schwarzheide, Brandenburg, beabsichtigt BASF, ab 2022 Batteriematerialien mit einer herausragenden Nachhaltigkeitsbilanz anzubieten. Dies soll durch eine verantwortungsvolle und zuverlässige Rohstoffbeschaffung realisiert werden. Gleichzeitig strebt BASF den niedrigstmöglichen CO2-Fußabdruck entlang der Lieferkette an.

Die Produktionsabfälle aus der zukünftigen Batterieproduktionsanlage der Cellforce Group werden in der BASF-Prototyp-Anlage für Batterie-Recycling in Schwarzheide recycelt. So wird der Kreislauf geschlossen. Lithium, Nickel, Kobalt und Mangan werden in einem hydrometallurgischen Prozess recycelt und wieder in den BASF-Produktionsprozess für Kathodenmaterialien eingebracht.

Porsche plant CO2-Neutralität bis 2030

»Porsche möchte 2030 als Automobilhersteller insgesamt bilanziell CO2-neutral sein. Ein niedriger CO2-Footprint, Closed-Loop-Recycling und Nachhaltigkeit stehen insofern zunehmend im Vordergrund«, sagt Michael Steiner, Vorstand Forschung und Entwicklung bei Porsche.

»Die Zusammenarbeit mit BASF ist eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Europäische Quellen für die Materialien Nickel und Kobalt, die damit einhergehende Versorgungsicherheit und die kurzen Transportwege von Schwarzheide nach Baden-Württemberg waren alles wichtige Argumente für die Entscheidung zur Zusammenarbeit mit BASF. Die Batteriezellen – insbesondere die Kathodenmaterialien – stehen hier im Mittelpunkt der Überlegungen. Wir freuen uns sehr, dass wir gemeinsam mit BASF eine umweltfreundliche Zelltechnologie zur Serienreife bringen.«

»Mit ihrer tiefgreifenden Kompetenz im Bereich der Kathodenmaterialien unterstützt uns BASF in einem Kernthema der Zellentwicklung,« ergänzt Markus Gräf, Geschäftsführer der Cellforce Group. »Die Kathodenmaterialien zeigen von Beginn sehr hohe Zyklenstabilitäten und sind besonders gut schnellladefähig. Genau die Eigenschaften, die Cellforce gesucht hat.«

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