eFuel Alliance

ADAC ist jetzt auch Mitglied

27. Oktober 2021, 15:54 Uhr | Kathrin Veigel
ADAC eFuel Alliance
Mit alternativen Kraftstoffen wie eFuels sind auch Verbrenner grüner unterwegs.
© malp/Adobe Stock

Mit dem ADAC ist erstmals eine Verbraucherorganisation der eFuel Alliance beigetreten. Das soll deutlich machen, dass die eFuel Alliance nicht nur eine Interessenvertretung von über 150 Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette von eFuels ist, sondern auch die eines jeden Verbrauchers.

Um klimaneutrale individuelle Mobilität zu möglichst vernünftigen Kosten und Preisen zu erreichen, braucht es alle verfügbaren Technologien und Lösungen. Elektromobilität ist dabei zwar ein zentraler Baustein, aber nicht die einzige Lösung, denn oft sind batteriegetriebene Fahrzeuge für Langstrecken oder schwere Lasten nur unzureichend geeignet. Gerade in Gebieten mit geringerer Kaufkraft oder zu wenig Infrastruktur werden Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren weiterhin eine große Rolle spielen.

Die eFuel Alliance, ein Zusammenschluss führender europäischer eFuels-Produzenten und Befürworter, und auch das neue Mitglied ADAC sind der Meinung, dass alternative Kraftstoffe wie eFuels den großen Vorteil bieten, dass sie eine existierende Infrastruktur nutzen und den gängigen Kraftstoffen beigemischt werden können. Dadurch können auch zu große Preissprünge am Anfang vermieden werden, da geringere Mengen einen geringeren Einfluss auf Tankstellenpreise haben. Langfristig lassen sich über Skaleneffekte Preisanstiege vermeiden, wenn eFuels in Masse an geeigneten Standorten zum Beispiel im globalen Sonnen- und Windgürtel hergestellt und importiert werden. So ist klimaneutrale Mobilität möglich, ohne dass ein Großteil der Bevölkerung auf individuelle Mobilität verzichten muss. 

ADAC-Technikpräsident Karsten Schulze sieht eine der größten Herausforderungen darin, Klimaschutzziele zu erreichen, ohne die Bevölkerung zu überfordern oder Mobilität unverhältnismäßig einzuschränken. »Klimafreundliche Mobilität ist ein Kernanliegen des ADAC, das auch in der Satzung des Vereins festgehalten ist«, so Schulze. »Um Klimaschutzziele im Verkehr zu erreichen, wird es jenseits des Hochlaufs der Elektromobilität entscheidend sein, dass auch der Pkw-Bestand einen Beitrag leisten kann. 2030 werden noch mindestens 30 Millionen Pkw-Bestandsfahrzeuge mit Diesel- oder Ottomotor in Deutschland unterwegs sein, die ohne eFuels nicht CO2-reduziert genutzt und perspektivisch klimaneutral betrieben werden können. Weltweit sind es 1,4 Milliarden Fahrzeuge. Die Mitgliedschaft des ADAC in der eFuel Alliance ergibt sich für den ADAC aus dieser Positionierung.«

eFuels werden in vielen Bereichen gebraucht werden. Daher ist der industrialisierte Hochlauf an dafür besonders geeigneten Orten so wichtig. Es ist daher richtig, dass die Verhandler, die in Berlin den Verkehrsbereich – auch den Straßenverkehr – explizit in den Sondierungsgesprächen eingeschlossen haben. »Wir erwarten von den Koalitionären eine klare Lösung wie Neufahrzeuge, die nachweislich mit eFuels versorgt sind, auch zukünftig zugelassen werden können«, so Dr. Monika Griefahn, Sprecherin der eFuel Alliance.


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