Schwerpunkte

Melexis

Automotive-Stromsensoren messen 200 bis 2000 A

27. Juli 2021, 08:45 Uhr   |  Irina Hübner

Automotive-Stromsensoren messen 200 bis 2000 A
© Melexis

Melexis stellt hochpräzise 3,3/5-V-Automotive-Stromsensoren für die Leistungsumwandlung in Fahrzeugen vor, die sowohl die Steuerung von Wechselrichtern und Wandlern als auch das Batteriemanagement vereinfachen sollen.

Der MLX91219 ist ein konventioneller Hall-Stromsensor. Mit seinem ferromagnetischen Kern lassen sich Ströme von 200 bis über 2000 A messen. Der MLX91218 hingegen ist ein IMC-Hall-Stromsensor. Mit seiner flexiblen U-Abschirmung kann Übersprechen verhindert werden. Auch er kann Ströme im Bereich von 200 bis 2000 A messen.

Beide Sensoren bieten ein im Vergleich zu Vorgängergenerationen ein fast zweimal besseres Signal-Rausch-Verhältnis (SNR). Die nach AEC-Q100 qualifizierten Sensoren mit hoher Linearität von ±0,3 % innerhalb ihres Messbereichs erreichen eine hohe Genauigkeit bei der Steuerung schneller Anwendungen wie Motorsteuerung, Wechselrichter/Wandler sowie eine redundante Überwachung von Batteriemanagementsystemen (BMS). Die geringe thermische Drift, die den Offset innerhalb von ±5 mV und die Empfindlichkeit innerhalb von ±1% hält, gewährleistet Genauigkeit über einen weiten Temperaturbereich.

Mit der Option 3,3 V oder 5 V Betriebsspannung lassen sich die Stromsensoren direkt in Schaltkreisen mit 3,3V-Low-Voltage-Mikrocontrollern (LV-MCUs) oder mit 5-V-Varianten verwenden.

Der MLX91218 und MLX91219 enthalten eine Überstromerkennung, die bislang außerhalb des Sensor-ICs mithilfe eines externen Fensterkomparators implementiert war. Damit vereinfacht sich das Systemdesign. Der Überstromschwellenwert wird intern bei der Erstkonfiguration des Systems eingestellt.

Die zukünftig auch im SOIC8-Gehäuse erhältlichen Sensoren verfügen über einen zusätzlichen Pin, über den sich die Schwellenspannung mithilfe eines externen Spannungsteilers genauer einstellen lässt. Zwei Anzeigepins geben den Überstromstatus in Bezug auf die internen und externen Schwellenwerte mit einer Ansprechzeit von 2 bzw. 10 µs aus.

Beide Sensoren verfügen über einen Analogausgang, der die Wahl zwischen einem festen Ausgang oder einem ratiometrischen Ausgang ermöglicht, der sich an die Versorgungsspannung anpasst. Mit einer Bandbreite von 400 kHz und ihrer schnellen Reaktionszeit eignen sich die Sensoren für Schaltungen, die mit hohen Schaltgeschwindigkeiten und Grundfrequenzen arbeiten, um die Phasenverzögerung im Regelkreis zu minimieren. Darüber hinaus wird der MLX91218 den patentierten integrierten Magnetkonzentrator IMC von Melexis enthalten, um die Magnetfeldformung zu optimieren und eine kompakte, leichte Abschirmung zu ermöglichen.

Der MLX91219 ist bereits im Single-Inline- (SIP-) 4-Pin-Gehäuse erhältlich. Das Small-Outline-SOIC8-Gehäuse für den MLX91219 sowie der neue MLX91218 werden in Kürze verfügbar sein.

Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen Auf Linkedin teilen Via Mail teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Verwandte Artikel

MELEXIS Microelectronic Integrated Systems N.V., MELEXIS N.V., MELEXIS TECHNOLOGIES NV