Der TEF8388 von NXP Semiconductors ist der neue Automotive Radar-Transceiver der dritten Generation auf RFCMOS-Basis und verfügt über acht Sende- und acht Empfangskanäle (8T8R).
Bei NXP heißt es: Die Automatisierung des Fahrens bleibt für Automobilhersteller und Tier-1-Zulieferer weltweit eine zentrale Priorität. Mit steigenden Anforderungen an die Leistungsfähigkeit von Radarsystemen steht die Branche vor einer Herausforderung, die über die reine Technik hinausgeht, denn sie betrifft das gesamte Systemdesign. In der Regel bedeuten mehr Kanäle einen höheren Energieverbrauch, höhere Kosten und einen größeren Integrationsaufwand. Dadurch wird die Einführung neuer Radarsysteme verzögert. Mit dem TEF8388 löst NXP diesen Zielkonflikt: Der Radar-Transceiver kombiniert hohe RF-Leistung mit hoher Energieeffizienz und optimierten Systemkosten. Damit wird hochleistungsfähiges Imaging-Radar zu einer praktischen und nachhaltigen Lösung für ADAS-Systeme der nächsten Generation.
Die neuen Transceiver weisen folgende Leistungsdaten auf:
Laut NXP erreicht der neue Baustein eine sehr hohe RF-Leistung und das bei einem Energieverbrauch, der mit heutigen, deutlich weniger integrierten Bausteinen mit drei Sende- und vier Empfangskanälen vergleichbar ist. Eine sorgfältig entwickelte Architektur, eine optimierte Pin-Belegung sowie eine strategische Platzierung der Launcher verbessern die Kanaltrennung und Signalqualität und reduzieren gleichzeitig die Gesamtstückliste des Systems. Diese Designentscheidungen ermöglichen es OEMs und Tier-1-Zulieferern, Radarsensoren mit höherer Auflösung zu entwickeln und gleichzeitig den Bedarf an kostenintensiven Komponenten für Energieversorgung und Thermomanagement zu verringern.
Der Transceiver ist so ausgelegt, dass er nahtlos mit den Radar-Prozessoren von NXP zusammenarbeitet. Dadurch entsteht ein skalierbares Portfolio, das eine breite Palette von Radarkonfigurationen unterstützt und das von 8T8R bis hin zu 32T32R. Dieser Systemansatz ermöglicht es OEMs, die Radarleistung an regionale Vorschriften und unterschiedliche Fahrzeugsegmente anzupassen. Das Portfolio reicht vom RF-Transceiver und Prozessoren über In-Vehicle-Networking wie CAN und Ethernet bis hin zum Energiemanagement. Dadurch werden Entwicklungsprozesse vereinfacht und die Markteinführung von Fahrerassistenzsystemen der nächsten Generation beschleunigt.
Forvia Hella nutzt die Radar-Transceiver-Technologie von NXP als zentralen Baustein für seine Radar-Sensorsysteme der nächsten Generation. Das erste Programm für ein hochleistungsfähiges Imaging-Radar eines großen Automobilherstellers, das auf dem TEF8388 und dem S32R47 basiert, soll Mitte 2028 in die Serienproduktion gehen. Felix Schmauch, Head of the Global Product Center Autonomous Driving bei Forvia Hella, erklärt: »Hochauflösendes Radar ist eine entscheidende Technologie für fortschrittliche ADAS- und automatisierte Fahrfunktionen. Um die erforderliche Leistung in großen Stückzahlen zu erreichen, ist jedoch eine enge Zusammenarbeit auf Systemebene erforderlich. Die neueste Radartechnologie von NXP ermöglicht es uns, hochleistungsfähiges Radar mit effizienten und serienreifen Systemdesigns zu kombinieren und so eine zuverlässige sowie kosteneffiziente Einführung in Fahrzeugen der nächsten Generation zu unterstützen.«
Entwicklungsunterstützung für ausgewählte Kunden ist ab sofort verfügbar. Die breite Markteinführung erfolgt später im Jahr 2026.