NXP Semiconductors

Referenzsystem für skalierbare 48V-Zonenarchitekturen

12. März 2026, 5:01 Uhr | Iris Stroh
© NXP Semiconductors

NXP stellt mit dem NXP CoreRide Z248 Zonen-Referenzsystem eine vorvalidierte Plattform für zonale Fahrzeugarchitekturen vor. Sie kombiniert 48-V-Energieverteilung, deterministische Datenverarbeitung, MRAM-basierte OTA-Updates und einen integrierten Software-Stack zur schnelleren SDV-Entwicklung.

Diesen Artikel anhören

Laut NXP handelt es sich bei dem CoreRide Z248 Zonen-Referenzsystem um die branchenweit erste vorvalidierte und entwicklungsreife zonale Plattform, die eine fortschrittliche 48V-Energieverteilung, deterministische Datenverarbeitung, funktionale Sicherheit und Echtzeitreaktionsfähigkeit miteinander kombiniert. Die Hardware-Software-Plattform ist darauf ausgelegt, die Systemleistung zu optimieren, den Integrationsaufwand zu reduzieren und Entwicklungszyklen zu verkürzen. Darüber hinaus ermöglicht sie es OEMs und Tier-1-Zulieferern, ihre Investitionen gezielt dort einzusetzen, wo sie den größten Mehrwert schaffen.

Basierend auf der S32K5 Mikrocontrollerfamilie von NXP ermöglicht die integrierte MRAM-Technologie ultraschnelle Over-the-Air-Updates mit sehr kurzen Update-Zeiten und hoher Frequenz über den gesamten Lebenszyklus des Fahrzeugs hinweg. Auf Softwareebene integriert das Z248 einen umfassenden, vorvalidierten Software-Stack, der die komplexe Entwicklung von Smart Data Energy Network (SDEN)-Funktionen vereinfacht. Dazu zählen unter anderem Impedanz- und Leistungsüberwachung, Schutzfunktionen, intelligentes Datenrouting, KI-gestütztes virtuelles Sensing, Diagnose- sowie Audiofunktionen.

Mit dem integrierten und validierten Remote Protocol Stack (RCP) unterstützt das System die Integration von Endknotenfunktionen in übergeordnete Steuergeräte sowie die Konsolidierung bestehender ECUs und ermöglicht so neue kostenoptimierte Fahrzeugarchitekturen. Zudem adressiert es zentrale Herausforderungen von 48V-Zonensystemen, indem es Energieumwandlung, -verteilung und Schutzfunktionen innerhalb einer integrierten Architektur steuert. Das Z248 wurde durch tausende systemweite Tests umfassend validiert und zeichnet sich durch besonders energieeffiziente Betriebsmodi, schnelle Startzeiten und kurze Start- und Wake-up-Zeiten aus. Es wird durch eine kollaborative Entwicklungsumgebung für Continuous Integration, Continuous Testing und Continuous Delivery (CI/CT/CD) unterstützt. Dadurch lassen sich Testzyklen mit OEMs und Tier 1-Zuliefern deutlich beschleunigen und Validierungsphasen verkürzen.

Angesichts des steigenden Drucks auf Automobilhersteller, schneller zu entwickeln, breiter zu skalieren und Kosten effizienter zu steuern, gewinnt dieser Ansatz zunehmend an Bedeutung. Denn gleichzeitig erhöhen sichere Zonenkonsolidierung, hybride Energiesysteme und KI-gestützte Funktionen die Komplexität der E/E-Architekturen deutlich. NXPs neues CoreRide-Zonen-Referenzsystem bringt deshalb Skalierbarkeit in diese wachsende architektonische Komplexität. Es reduziert Risiken, indem es OEMs und Tier1-Zuliefer dabei unterstützt, Designs schneller in die Serienproduktion zu überführen. Gleichzeitig erleichtert es den Wechsel von bestehenden Plattformen und senkt die Gesamtbetriebskosten. So werden Integrationsaufwände reduziert und der Weg zur Serienreife vereinfacht.

»Während neue E/E-Architekturen das Fahrzeugdesign grundlegend verändern, liegt unser Fokus klar darauf, dem Automotive-Ökosystem eine solide Grundlage zu bieten, um schneller voranzukommen und sich mit Zuversicht zu differenzieren«, sagt Sébastien Clamagirand, SVP und General Manager, Automotive Systems & Platforms bei NXP Semiconductors. »Das CoreRide-Zonen-Referenzsystem Z248 stellt eine leistungsoptimierte, skalierbare 48V-Basis bereit, die Stromversorgung, Daten und Software intelligent zusammenführt. Gleichzeitig vereinfacht es die Systemintegration erheblich, verkürzt die Markteinführungszeit und ermöglicht es OEMs, sich auf die Differenzierung ihrer Fahrzeuge und langfristige Wertschöpfung zu konzentrieren.«

Weitere Details:

Das Z248 Zonen-Referenzsystem wird mit einem vollständigen Board Support Package (BSP) ausgeliefert, das vorintegrierte Software aus dem NXP-CoreRide-Partnerökosystem umfasst. Dazu gehören unter anderem die Performance-Monitoring-Suite von GLIWA, der Software-Compiler von Green Hills sowie die Embedded-Software und Tools von Vector. Das Gesamtpaket durchläuft umfassende Validierungstests, um eine optimierte Performance sicherzustellen. Gleichzeitig wird die Verarbeitungs- und Energieeffizienz kontinuierlich auf Basis der typischen Anwendungsfälle von zonalen ECUs weiter verbessert.

Der skalierbare, sichere Hardware-Software-Stack lässt sich flexibel an verschiedene Varianten von SDV-E/E-Architekturen anpassen, wobei er sich nahtlos in das umfassende Systemportfolio von NXP einfügt. Er nutzt Technologien aus den Bereichen Rechenleistung, Vernetzung, Energiemanagement und 48V-Energieverteilung. Dazu gehört auch der zonale Mikrocontroller S32K566 von NXP mit integriertem MRAM, der die Programmierzeiten von Steuergeräten (ECUs) sowohl in der Fertigung als auch über Over-the-Air-(OTA)-Updates deutlich verkürzt.

Das Referenzsystem integriert zudem 48-Volt-fähige Leistungskomponenten, darunter eFuse, PMICs und DC-DC-Wandler, sowie eine robuste In-Vehicle-Vernetzung über Ethernet-PHY und CAN-Transceiver. Darüber hinaus verfügt es über integrierte Audiofunktionen. Zusätzlich wird ein neues Konzept zur zonalen I/O-Erweiterung etabliert. Das neue NXP CoreRide Z248 Zonen-Referenzsystem ist für den breiten Einsatz ausgelegt und wird inklusive Gehäuse und Kabelbaum bereitgestellt. Dabei kann es in Fahrzeugplattformen mit Verbrennungsmotor (ICE), Hybrid- und batterieelektrischen Antrieben (BEV) eingesetzt werden und unterstützt somit den branchenweiten Übergang zu zonaler Verarbeitung und ECU-Konsolidierung.

Partner aus dem Automotive-Ökosystem

Peter Gliwa, CEO und Gründer von GLIWA: »NXP hat verstanden, dass das Ökosystem und die begleitenden Tools rund um eine neue Plattform entscheidend für ihren Erfolg sind. Mit unserer Analysis Suite T1, die in das NXP CoreRide Z248 Zonen-Referenzsystem integriert ist, werden hohe Effizienz, präzise Timing-Analysen und eine zuverlässige Timing-Verifikation umfassend unterstützt.«

Dan Mender, Vice President of Business Development bei Green Hills Software: »Green Hills ist stolz darauf, eine zentrale Rolle in NXPs Referenzlösungsstrategie zu übernehmen. Diese vereinfacht und beschleunigt die produktionsorientierte Entwicklung von Automotive-ECUs durch vorintegrierte, für zonale Fahrzeugarchitekturen optimierte Hardware und Software. Durch den Einsatz der integrierten Softwarelösungen von Green Hills können Kunden hochwertige, sicherheitskritische Anwendungen mit minimalem Footprint und optimaler Performance entwickeln und gleichzeitig die Zeit bis zur Implementierung deutlich verkürzen.«

Sam Yeh, Chairman von Inventec: »Als Reaktion auf den Trend in der Automotive-E/E-Architektur hin zu zonalen und zentralisierten Designs arbeitet Inventec mit NXP Semiconductors zusammen, um die Weiterentwicklung von Zonenarchitekturen der nächsten Generation zu unterstützen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit unterstützt Inventec OEMs mit Hardware-Design und JDM-Services als Teil von NXPs Initiativen für zonale E/E-Architekturen.«

Jochen Rein, Senior Vice President Business Unit Software Platform bei Vector: »Die Kombination der NXP CoreRide-Plattform mit der Softwarebasis von Vector bietet eine robuste Grundlage für Zonenarchitekturen der nächsten Generation. Durch einen vorintegrierten und hochoptimierten Software-Stack ermöglichen wir unseren gemeinsamen Kunden eine verkürzte Time-to-Market. Als NXP CoreRide-Partner trägt Vector mit vorintegrierter Software und Tools dazu bei, die Entwicklung zu vereinfachen und eine reibungslose Integration innerhalb der zonalen ECU-Architektur sicherzustellen.«

Anbieter zum Thema

zu Matchmaker+

Lesen Sie mehr zum Thema


Das könnte Sie auch interessieren

Jetzt kostenfreie Newsletter bestellen!

Weitere Artikel zu NXP Semiconductors Germany

Weitere Artikel zu Mikrocontroller

Weitere Artikel zu Powermanagement-ICs