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In Kooperation entwickeltes GNSS-Modul

Position von Fahrzeugen hochgenau bestimmen

Alps Alpine GNSS-Modul
Das GNSS-Modul der UMSZ6-Serie macht eine spurgenaue Bestimmung der Fahrzeugposition möglich, die für autonomes Fahren unerlässlich ist.
© Alps Alpine

Alps Alpine und Furuno Electric haben ein GNSS1-Modul entwickelt, das eine hochpräzise Positionsbestimmung bis auf 50 Zentimeter ohne Korrekturdaten ermöglicht. Dieses genaue Bestimmen der Fahrzeugposition trägt zu einer höheren Ausgereiftheit der autonomen Fahrfunktionen bei.

Die Verbreitung autonomer Fahrzeuge mit Level 3 und weitere Fortschritte bei den Funktionen des autonomen Fahrens hängen von der Verfügbarkeit einer benutzerfreundlicheren, noch präziseren Positionsbestimmung von Fahrzeugen ab. Eine solche ist nun mit dem von Alps Alpine und Furuno gemeinsam entwickelte GNSS-Modul der UMSZ6-Serie möglich.

Es erlaubt eine hochpräzise Positionsbestimmung von Fahrzeugen mit einer Genauigkeit von 50 Zentimetern, ohne dass Korrekturdaten erforderlich sind. Erreicht wird dies durch einen Mehrfrequenz-GNSS-Empfängerchip, der auf der Extended-Carrier-Aiding3-Technologie von Furuno basiert. Die laufenden Kosten für RTK4-Basisstationen sowie für den Empfang und die Nutzung von Korrekturdaten entfallen. Dadurch wird die Rentabilität verbessert und auf allgemeinen Straßen eine zuverlässige Positionsbestimmung von Fahrzeugen ermöglicht.

Alps Alpine verfügt über langjähriges Know-how, das das Unternehmen bei der Entwicklung von Modulen für die Automobilbranche erworben hat. Dieses nutzt das Unternehmen, um kompakte Abmessungen von 17,8 mm x 18 mm x 3,11 mm zu realisieren und gleichzeitig die Anforderungen der Automobilindustrie zu erfüllen. 

Im Rahmen der gemeinsamen Entwicklung hat Furuno sowohl einen Mehrfrequenz-GNSS-Empfängerchip – eRid-eOPUS 9 (Modell ePV9000B) – als auch einen Algorithmus entwickelt und liefert beides aus. Alps Alpine nutzt den Chip vor allen anderen zur Entwicklung und Vermarktung des GNSS-Moduls der UMSZ6-Serie. Um die Leistung und Interoperabilität mit V2X- und anderen Kommunikationsmodulen zu bewerten und den Absatz auf dem Automobilmarkt zu fördern, wird das Unternehmen Evaluierungen in einer realen Fahrzeugumgebung durchführen.

Die nächste Aufgabe wird darin bestehen, die Leistung des Moduls zu bewerten, zum Beispiel durch Demonstrationstests, und den Fertigungsgrad des Produkts weiter zu optimieren. Das Ziel von Alps Alpine ist es, im Jahr 2023 mit der Massenproduktion zu beginnen. 
 


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