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AI + IoT = AIoT: Die Kombi macht’s

»Wer Infrastruktur betreibt, muss AIoT beherrschen«


Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Ohne AIoT keine Smart Connected Solutions: Wer intelligente, vernetzte Systeme und Lösungen erstellen will, muss AIoT beherrschen

Was macht einen Maschinenpark eigentlich zur Smart Connected Solution? Die Eigenschaften lassen sich aus drei Blickwinkeln beschreiben, nämlich den physischen Komponenten (Edge Devices), der digitalen Repräsentation im IT-Backend (digitaler Zwilling und Cloud) sowie der Einbindung in bestehende Prozesse, die erst den Mehrwert der Lösung hervorbringt. Wir verwenden zur Veranschaulichung gerne das Beispiel vom vernetzten Flottenmanagement.

Zunächst der Blickwinkel der physischen Komponenten: Als Edge Devices verfügen die einzelnen Fahrzeuge oder Maschinen über eigene Rechnerleistung und Intelligenz. Autonom fahrende Intralogistikfahrzeuge beispielsweise haben einen eigenen Bordrechner mit Steuerelementen für die einzelnen Komponenten. Sie erfassen außerdem Statusinformationen und sind individuell identifizierbar.

Zur SCS wird das Flottenmanagement durch Vernetzung und Repräsentation im digitalen Backend. Das heißt, dass durch eine (meist funkbasierte) Datenschnittstelle Daten von jedem einzelnen Element der Flotte in die Cloud übertragen werden. Das Cloud-Backend ist die Heimat für alle digitalen Zwillinge der Flotte, deren Verhalten insgesamt analysiert, über Methoden von KI und Machine Learning auch gesteuert und dadurch der eigentliche Nutzen und Mehrwert der SCS realisiert wird.

Der dritte Blickwinkel ist die Integration in die betrieblichen Abläufe: So kann die Flotte der autonom agierenden Intralogistikfahrzeuge optimal die logistischen Prozesse unterstützen. In der Intralogistik kann das zentral unterstützte Assistenzsystem dafür sorgen, dass automatisch der richtige Regalplatz angefahren wird. Oder dass durch Analytics-gestützte Vergabe von Regalplätzen die Routen im Lager optimiert werden. Zu guter Letzt lassen sich Sicherheitsfunktionen wie etwa Kollisionsvermeidung über die AIoT-Features realisieren. Der kontext-sensitive Austausch von Daten mit den Kundensystemen löst gezielt die Anwenderprobleme.

Die AIoT User Group hilft Unternehmen, das Prinzip »Smart Connected Solutions« zu verstehen und sinnvoll einzusetzen

In der AIoT User Group arbeiten Anwender von KI- und IoT-Technologien zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und in einem Good Practice Framework der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen (aiotframework.org). Dieses AIoT Framework umfasst unter anderem:

• Geschäftsmodelldesign: Welche neuen Geschäftsmodelle ergeben sich durch die Kombination von AI und IoT?
• Produkt-/Lösungsdesign: Welche Gesichtspunkte und möglichen Fußangeln sind beim Design intelligenter, vernetzter Produkte zu berücksichtigen?
• Co-Creation/Sourcing: Wie lassen sich die zur Umsetzung benötigten Fähigkeiten und Kapazitäten in einem Ecosystem zusammenführen?
• Vorgehensweise bei Entwicklung und Betrieb: Wie sind Cloud-, Edge- und KI-Entwicklung auf Basis eines integrierten und effizienten Entwicklungsprozesses umsetzbar?
• Organisation: Wie können Agilität und Sicherheits- oder Manufacturing-zentrische Aspekte in einer integrierten Organisation unterstützt werden?

Die AIoT User Group lädt Interessenten ein, an diesen Themen mitzuarbeiten. Die Mitarbeit bzw. der Zugriff auf die Good-Practice-Dokumentation ist kostenfrei, alle Dokumente beruhen auf Open Source. Die AIoT Masterclass bietet ein praxisorientiertes Vermitteln der Inhalte einschließlich praktischer Übungen. Die Co-Creation-Formate der User Group erlauben es Interessenten, das Gelernte konkret in die Praxis umzusetzen.

 

Laurenz Kirchner steht als geschäftsführender Partner bei mm1 für Innovation und Produktentwicklung als Beratungsschwerpunkt. Er verantwortete unter anderem die IoT Practice von mm1. Als ausgebildeter Architekt, MBA und erfahrener Top-Management-Berater vereint er kreative Problemlösung mit Urteilsvermögen für unternehmerische Fragestellungen und die Herausforderungen der digitalen Transformation.

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