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Gute Geschäftszahlen für 2021 erwartet

Midea will Kuka von der Börse nehmen

Peter Mohnen, Kuka: »Kuka hat den Turnaround geschafft.«
Peter Mohnen, Kuka: »Kuka hat den Turnaround geschafft.«
© Kuka Group

Einen Umsatz von rund 3100 Mio. Euro nach 2573,5 Mio. im ersten Coronajahr 2020 und 3192,6 Mio. im Vor-Corona-Jahr 2019 erwartet Kuka für das Geschäftsjahr 2021. Die chinesische Midea Group, die momentan gut 95 Prozent der Kuka-Aktien hält, will das Unternehmen von der Börse nehmen.

Kuka und die Midea Group haben einen gemeinsamen Wachstumsplan definiert, der den Grundstein für eine Führungsrolle in der globalen roboterbasierten Automatisierung bis 2025 und darüber hinaus legen soll. Im Rahmen der Strategie will sich Kuka vor allem darauf konzentrieren, Robotik-Expertise und Applikations-Know-how weltweit und über alle Geschäftsbereiche hinweg zu bündeln, um seine Produkte und Marktposition weiter zu verbessern. Hierzu zählt ein übergreifendes Portfolio mit regional angepassten Produkten und Lösungen für Wachstumsbranchen in der Robotik und Logistik, wie E-Commerce und Retail. Schnell wachsende Märkte für Kuka und Swisslog sollen so gezielt gestärkt und die Koordination zwischen den Ländern noch enger abgestimmt werden.

Zu diesem Zweck sollen zudem die jährlichen Investitionen für Forschung und Entwicklung in Augsburg bis 2025 um mindestens 15 Prozent erhöht werden. Im Rahmen der Strategie plant Midea zudem, Kuka im Rahmen eines sogenannten Squeeze-Out-Prozesses von der Börse zu nehmen. Midea hält derzeit bereits einen Anteil von über 95 Prozent aller Kuka-Aktien.

»Kuka hat den Turnaround geschafft und einen klaren Wachstumsweg eingeschlagen«, erläutert CEO Peter Mohnen. »Erste Anzeichen lassen uns auch für die Geschäftsentwicklung über 2021 hinaus optimistisch sein. Für 2022 sind wir optimistisch, dass sich der positive Trend fortsetzen wird.« Ziel des Unternehmens sei eine führende Rolle in der roboterbasierten Automatisierung bis 2025: »Dafür brauchen wir einen klaren Fokus auf Technologieentwicklung und Innovation sowie die volle Unterstützung von Midea. Deshalb verfolgen wir gemeinsam eine langfristige Strategie für Kuka und haben die Rahmenbedingungen dafür festgelegt, mit einem klaren Fokus auf das operative Geschäft.« Er begrüße Mideas Zusage, Kukas F&E-Ausgaben in Augsburg erheblich zu erhöhen, um Kukas Wachstum noch effektiver voranzutreiben: »Diese Entscheidung ermöglicht Kuka, auch an unserem Heimatstandort zu wachsen und als attraktiver und zukunftsorientierter Arbeitgeber Talente zu gewinnen und zu fördern. Mit dem Wachstumsplan 2025 haben wir eine gemeinsame Vision für die Zukunft – deutlich über das Ende der bestehenden Investorenvereinbarung hinaus.«

Laut Kuka bringt die derzeitige Börsennotierung keine wesentlichen Vorteile für das Unternehmen mit sich, weil das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen gering ist. Außerdem ist Kuka wegen seines geringen Streubesitzes nicht mehr in wichtigen Indizes vertreten. Als Unternehmen ohne Börsennotierung werde Kuka von administrativen Anforderungen befreit, könne agiler handeln und sich besser auf die Umsetzung der Strategie und das operative Geschäft konzentrieren.


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