Neues Innovationsnetzwerk in Karlsruhe

Mit vereinten Kräften für Cybersecurity

16. Februar 2022, 11:42 Uhr | Andreas Knoll
Hacker, Maske
© Gerd Altmann | Pixabay

Die Entwicklung hin zu Industrie 4.0 und IoT macht den Schutz vor Cyberbedrohungen dringlich. Weil diese immer komplexer werden, müssen auch die Gegenmaßnahmen immer mehr Aspekte berücksichtigen. Der neu gegründete IT Security Club in Karlsruhe will dem als Innovationsnetzwerk gerecht werden.

Je enger in Industrieunternehmen die OT mit der IT und die Edge mit der Cloud verknüpft sind, desto wichtiger wird ein lückenloser Schutz auch der OT. Zudem wird der Schutz von Versorgungsstrukturen und der gesamten Lieferkette bei der Abwehr von Cyber-Bedrohungen eine immer größere Rolle spielen. All dies erfordert sowohl neue technische Lösungsansätze als auch eine stärkere Kooperation von betroffenen Unternehmen.

So entsteht derzeit etwa in Karlsruhe auf Initiative von Wibu-Systems ein Innovationsnetzwerk zum Thema Cybersecurity, das Unternehmen und Institute innerhalb und außerhalb der Karlsruher Region für Projekte und Wissenstransfer zusammenführen soll. »Der IT Security Club unterstützt die F&E-Aktivitäten von Unternehmen aus dem IT-Security-Umfeld«, erläutert Oliver Winzenried, Vorstand und Gründer von Wibu-Systems. »Ziel ist, einen Beitrag zur digitalen Souveränität in Deutschland und Europa zu leisten durch Zusammenarbeit und Innovation der Partner in Sachen IT Security.«

Ein Aspekt, der neue Lösungsansätze für die Cybersecurity erfordert, ist die Kombination von 5G-Datenübertragung und Edge Computing. »Es braucht einen Sicherheitsansatz, der an der Edge des Netzwerks zur Verfügung steht und den gesamten Datenverkehr zu allen Destinationen absichert«, sagt Nathan Howe, VP of Emerging Technology bei Zscaler. »Dafür bietet sich eine Cloud-native Sicherheitsstrategie an, die es ermöglicht, an verschiedenen Standorten so nah wie möglich am Endnutzer oder an der Maschine verfügbar zu sein.« Ein Ansatz auf Zero-Trust-Basis könne über gegenseitige Authentifizierung einschließlich Überprüfung der Identität und Integrität von Geräten die Kommunikation in mehreren Dimensionen absichern.

Nicht genügend Bedeutung beigemessen wird vielerorts dem Backup und der Wiederherstellung von Daten. »Unternehmen brauchen eine Strategie zur modernen Datensicherung und können sich dabei an die 3-2-1-1-0-Regel halten: drei Kopien der Daten auf zwei unterschiedlichen Medien, wobei eine der Kopien physisch und ausgelagert aufbewahrt wird«, betont Thomas Sandner, Senior Director Technical Sales Germany bei Veeam Software. »Um außerdem gegen Ransomware-Attacken gewappnet zu sein, sollte eine der Kopien als unveränderlich festgelegt werden.«

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House of IT Security und IT Security Club – in Karlsruhe ist ein neues Zentrum für Cybersecurity entstanden. Oliver Winzenried, der das Projekt als Vorstand und Gründer von Wibu-Systems maßgeblich initiiert hat, erläutert die Hintergründe.

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