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Auf dem Weg zur Smart City

Digitale Bezahlmöglichkeiten für Städte und Kommunen

11. Januar 2021, 10:00 Uhr   |  Tobias Schlichtmeier

Digitale Bezahlmöglichkeiten für Städte und Kommunen
© Pixabay

Die digitale Transformation schreitet auch in Städten und Gemeinden voran – Ziel ist die Smart City. Ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur smarten Stadt sind digitale Bezahlmöglichkeiten.

Ein Ticket für Bus und Bahn kaufen, das nächste Car-Sharing-Auto buchen, den Eintritt für ein Museum oder die Oper bezahlen – und das alles über eine einzige Plattform. So stellen sich viele die digitale Zukunft vor. Auch jenseits des Bezahlvorgangs kann eine solche Plattform Mehrwert schaffen: Digitale Payment-Anwendungen könnten dabei helfen, zukünftig Städte und Kommunen intelligent zu vernetzen. So könnten zum Beispiel Verwaltungsangebote effizienter und bürgerfreundlicher werden.

Zahlungsdienstleister helfen kommunalen Akteuren, datenbasierte Entscheidungen in Stadtplanung und Stadtentwicklung zu treffen. Somit sind sie wichtig für Kommunen, die selbst zu digitalen Plattformen werden wollen. Das zeigt das Positionspapier »Digitales Bezahlen in der Smart City und Smart Region« des Digitalverbands Bitkom.

Auf Bedürfnisse der Bürger eingehen

Laut Michael Pfefferle, Referent Smart City und Smart Region beim Bitkom, ermöglichen digitale Bezahlmöglichkeiten einerseits digitale Verwaltungsdienstleistungen. Zum Beispiel das Identifizieren bis hin zum Bezahlen einer Leistung vollständig digital abzuwickeln. Andererseits könne man ebenso  datengestützte Informationen über die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger gewinnen. Somit werde das Leben in Städten effizienter, bürgerfreundlicher und nachhaltiger gestaltet. Kevin Hackl, Referent Digital Banking & Financial Services, ergänzt: »Kommunen können von der Zusammenarbeit mit digitalen Zahlungsdienstleistern profitieren. Jener weit über das Abwickeln von Bezahlvorgängen hinausreichende Nutzen wird in den Digitalstrategien vieler Kommunen jedoch – im Gegensatz zu ausländischen Vorreitern – bislang kaum berücksichtigt. Das geht nicht nur an den Bedürfnissen der Bürger vorbei, sondern lässt auch Modernisierungspotenziale ungenutzt«.

Praxisbeispiele sind zum Beispiel Mobilitäts-Apps mit integrierter Bezahlfunktion. Sie bündeln Mobilitätsangebote wie den öffentlichen Nahverkehr, Car-Sharing und Andere und ermöglichen deren zentrale Buchung. Außerdem können Verkehrsdaten genutzt werden, um Verkehrsströme besser zu managen und Nutzer auf alternative Routen oder Verkehrsmittel zu lenken. Auch in den Bereichen Bildung, Kultur und Tourismus bieten sich intelligente Vernetzung und datenbasiertes Management an.

Fünf Thesen zur Digitalisierung von Kommunen

Der Bitkom formuliert fünf Thesen zum Potenzial von E-Payment für die Digitalisierung und Modernisierung von Verwaltungen sowie für die Transformation von Kommunen hin zu Smart Cities und Smart Regions:

1. Digitale Bezahlmöglichkeiten vereinfachen die Digitalisierung von Verwaltungsdienstleistungen für die Bürger.
Für die Digitalisierung von Verwaltungsdienstleistungen im Zuge des Onlinezugangsgesetzes muss eine digitale, europaweit nutzbare Bezahloption für alle Bürger der Europäischen Union geschaffen werden.

2. Ein effektives Daten- und Identifikationsmanagement unter Einhalten hoher Sicherheits- und Datenschutzstandards wird mit dem sicheren Abwickeln digitaler Zahlungsprozesse in der Kommune unterstützt.
Die technische und infrastrukturelle Expertise von Zahlungsdienstleistern eröffnet einen ganzheitlichen Zugang für digitalisierte Verwaltungsprozesse. Mit einer digitalen Bezahlfunktion können Kommunen Informations-, Identitäts- und Datenmanagement zentral steuern und digitale Dienstleistungen weiterer kommunaler Serviceanbieter zentral abbilden.

3. Zahlungsdienstleister unterstützen Smart Cities und Smart Regions dabei, einem erhöhten Maß an Cyber-Sicherheit gerecht zu werden.
Kommunen können von der regulatorisch bedingten Expertise von Zahlungsdienstleistern im Bereich der Cybersecurity profitieren. Ein Austausch ermöglicht es, Cyber-Risiken zu identifizieren, vorzubeugen und zu bekämpfen.

4. Smart City-Datenplattform: Zahlungsdienstleistungen sind eine weitere Ebene für die intelligente Vernetzung der smarten Kommune.
Kommunale Dienstleistungen können mittels E-Payment zentral genutzt, bezahlt und in die Services von Drittanbietern integriert werden, etwa beim öffentlichen Nahverkehr, beim Parken oder Laden von Elektroautos. Zahlungsdienstleister können Kommunen dabei unterstützen, selbst zur Plattform zu werden, beispielsweise im Bereich der Mobilität, Bildung oder Kultur.

5. Smart City-Datenplattform: Eine datenbasierte Stadtplanung wird möglich.
Die kommunale Planung und Gestaltung erfolgt in Smart Cities und Smart Regions auf Basis datenbasierter Informationen. In durch Zahlungsdienstleister vernetzten Kommunen wird ein übergreifendes Erfassen und Verarbeiten von Daten erleichtert.

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