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Für Mitte 2021 neues Eventformat geplant

Automatica 2020 als Präsenzveranstaltung abgesagt

28. September 2020, 20:37 Uhr   |  Newsdesk, ak

Automatica 2020 als Präsenzveranstaltung abgesagt
© Messe München

Gemeinsam mit der Branche entwickelt die Messe München jetzt für Mitte 2021 ein neues Präsenzformat der Automatica.

Wegen der Coronavirus-Pandemie wird die Automatica in diesem Jahr als Präsenzveranstaltung nicht stattfinden. Sie war zuvor bereits vom Juni auf den Dezember verschoben worden. Für 2021 ist ein neues Event-Format geplant, bevor die nächste reguläre Automatica vom 21. bis 24. Juni 2022 steigt.

Die für den 8. bis 11. Dezember 2020 geplante Automatica findet wegen der sich aktuell im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie verschärfenden Reisebeschränkungen nicht statt. Diese Entscheidung hat die Messe München jetzt in Übereinkunft und enger Abstimmung mit dem VDMA-Fachverband Robotik+Automation als ideellem Träger sowie dem Automatica-Fachbeirat getroffen. Gemeinsam mit der Branche entwickelt die Messe München jetzt für Mitte 2021 ein kompaktes und an die Gegebenheiten der Corona-Zeit angepasstes Präsenzformat. Zusätzlich baut die Automatica ihr Digitalangebot weiter aus.

In Abstimmung mit dem VDMA-Fachverband Robotik+Automation hatte die Messe München im März entschieden, die Messe vom Juni in den Dezember zu verlegen. Mit der Verschiebung auf den spätmöglichsten Jahrestermin und der Ausarbeitung eines umfassenden Schutz- und Hygienekonzepts habe die Messe München alles dafür getan, dass eine sichere Präsenzmesse stattfinden kann. Die aktuelle Entwicklung mache jetzt ein Umdenken zwingend erforderlich.

»Wegen der steigenden Infektionszahlen wurden in den letzten Wochen für immer mehr europäische Länder und Regionen Reisebeschränkungen verfügt«, hieß es in einer Stellungnahme der Messe München. »Auch die Reisesituation außerhalb Europas hat sich praktisch nicht verbessert. Zudem haben viele nationale und internationale Konzerne interne Reiseverbote ausgesprochen. Deshalb befürchten die meisten Aussteller, dass nur wenige der ursprünglich erwarteten Besucher vor Ort sein werden. Aus diesem Grund kommt für sie die Teilnahme an der Automatica 2020 nicht mehr in Betracht. Unter diesen Umständen, die sich voraussichtlich nicht bessern werden, kann die Automatica 2020 ihre Aufgabe, Angebot und Nachfrage zusammen zu bringen, nicht erfüllen. Eine Durchführung der Automatica in diesem Dezember würde die Messe auf Dauer nachhaltig beschädigen.«

Falk Senger, Geschäftsführer der Messe München, kommentiert die Entscheidung: »Eine Messe lebt von ihren Teilnehmern. Doch zu viele unserer Aussteller und Besucher hätten wegen der Reisebeschränkungen nicht nach München kommen können. Deshalb mussten wir uns letztendlich für eine Absage der Automatica 2020 entscheiden. Umso wichtiger ist jetzt der Blick nach vorn. Mit Nachdruck arbeiten wir an neuen Angeboten, um die Branche zusammen- und voranzubringen.«

Patrick Schwarzkopf, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbands Robotik+Automation, bekräftigt dies: »Die ursprüngliche Entscheidung zur Verschiebung der Automatica war richtig. Weil sich die äußeren Bedingungen zuletzt stark verschlechtert haben, ist eine Neubewertung der Lage jetzt aber unumgänglich. Wir sind froh, dass die Messe München flexibel reagiert hat und jetzt gemeinsam mit der Branche neue Wege geht.«

Weil das Bedürfnis der Branche nach persönlichen Kontakt-, Austausch- und Präsentationsmöglichkeiten laut Messe München stärker denn je ist, entwickelt sie jetzt gemeinsam mit Ausstellern ein neues, an die Rahmenbedingungen der Corona-Zeit angepasstes Präsenzformat mit digitalen Elementen. Die neue Veranstaltung ist als kompakte „Messe vor der Messe“ für den Frühsommer 2021 angedacht und soll ein Add-on zur Automatica werden.

Darüber hinaus erweitert die Automatica ihr digitales Angebot und bietet damit zusätzliche Austauschmöglichkeiten und Orientierungswissen. So werden in der neuen Online-Event-Reihe „Let’s talk by Automatica“ regelmäßig Experten, Anbieter und Anwender aktuelle Fragen und Trends rund um Robotik und Automatisierung beleuchten. Außerdem ist unter anderem geplant, wesentliche Bausteine des ursprünglich für die Dezember-Messe geplanten Rahmenprogramms virtuell anzubieten. Das gilt beispielsweise für das International Symposium on Robotics (ISR).

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