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Weltweit größte PV- Fassadeninstallation

Der Energiebedarf eines Familienhaushalts aus 185 m2

19. Dezember 2018, 11:18 Uhr   |  Engelbert Hopf

Der Energiebedarf eines Familienhaushalts aus 185 m2
© Heliatek

Aus 192 HeliaSol-Folien von 3 m Länge setzt sich die insgesamt 185 m2 umfassende Solarfolien-Installation im Duisburger Hafen zusammen – eine Fläche, die genügt, um die Energie zu erzeugen, die ein 4- bis 5-köpfiger Familienhaushalt umsetzt.

Im Rahmen der Kooperation »Drehkreuz Energiewende« zwischen der Duisburger Hafen AG und dem Energieunternehmen innogy hat Heliatek an einer Hallenfassade etwa 185 m2 organische Photovoltaik-Folie installiert, die bislang weltweit größte Fassadeninstallation mit OPV.

In Summe besteht die Installation aus 192 Folien des Typs HeliaSol mit 3 m Länge. HeliaSol ist eine sehr leichte, sehr dünne und flexible Solarfolie. Sie wird bei Heliatek in Dresden in einem energiesparenden Rolle-zu-Rolle-Verfahren produziert. Mit einer selbstklebenden Rückseite ausgestattet, lässt sich die Folie ohne weiteren Montageaufwand direkt auf eine Vielzahl von Oberflächen aufbringen. Bei dem Projekt im Duisburger Hafen wurde die Folie direkt auf die Metallfassade der Lagerhalle geklebt. Eine Hinterlüftung ist nicht notwendig, da die Folien bei hohen Temperaturen im Gegensatz zur kristallinen Solartechnologie nicht an Leistung verlieren und somit nicht gekühlt werden müssen.

Mit den 185 m2 Solarfolie lässt sich so viel Energie erzeugen, wie ein 4- bis 5-köpfiger Haushalt verbraucht. Aufgrund des effizienten Herstellungsverfahrens und Materialeinsatzes produzieren die Solarfolien nach Angaben von Heliatek 80-mal mehr Energie über ihre gesamte Lebensdauer, als für ihre Herstellung verwendet wird. Vergleicht man den CO2-Ausstoß aller Energiegewinnungsarten, bieten die Solarfolien aus Dresden mit 20 g CO2 pro kWh den geringsten CO2-Fußabdruck.

»Mit der Installation der Solarfolien wurde nun ein weiteres Teilprojekt der Kooperation „Drehkreuz Energiewende“ erfolgreich abgeschlossen«, freut sich Alexander Garbar, Projektleiter Unternehmensentwicklung der Duisburger Hafen AG. »Die Photovoltaiklösung von Heliatek ist wirklich faszinierend und wir freuen uns, einen deutschen Hersteller ins Boot geholt zu haben. Wir sind gespannt, was unser Monitoring in den nächsten Monaten zeigt.«

Nach der Biogasanlage in Bergheim-Paffendorf und der Fassadeninstallation bei den Lechwerken in Augsburg stellt Duisburg das dritte gemeinsame Projekt von Heliatek und dem Investor innogy dar. »Wir freuen uns, eine weitere grüne Solarfassade in Deutschland mit Heliatek realisiert zu haben«, kommentiert Martin Neweling, Projektleiter Konzernstrategie bei innogy, das Projekt in Duisburg. »Die Gebäudehülle des duisport erhält eine zweite Haut, die Energie erzeugt. Mit jedem Projekt sammeln wir Erfahrungen bei der Installation und auch hinsichtlich des Handlings. Beeindruckend ist dabei die kurze Installationszeit von nur wenigen Minuten pro Folie.«

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© Heliatek

Als neuer CEO hat Guido van Tartwijk zum 1. November 2018 die Verantwortung für die zukünftige strategische Ausrichtung von Heliatek übernommen.

Mit dem Start der neuen Produktionsanlage im Jahr 2020 hat sich Heliatek zum Ziel gesetzt, die Zukunft der dezentralen und dekarbonisierten Energiegewinnung aktiv mitzugestalten. Nach erfolgreichem Testlauf bietet sich allein auf dem Duisburger Hafengelände ein Potenzial, bis zu 10 Millionen Quadratmeter Fassaden- und Dachfläche zur Gewinnung von Sonnenenergie zu nutzen. Seit 2016 ist innogy an der Heliatek beteiligt und unterstützt seitdem aktiv die Vorbereitung des Markteintritts der Heliatek.

Mit Guido van Tartwijk hat zum 1. November dieses Jahres ein neuer CEO die Verantwortung bei Heliatek übernommen. Er folgt auf Thibaud Le Séguillon, der das Unternehmen im Juli verlassen hat. Zusammen mit Jan Kiel, dem CFO von Heliatek, bildet van Tartwijk die neue Doppelspitze in der Geschäftsführung des Dresdner Unternehmens.

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