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Gedruckter thermoelektrischer Generator für den Massenmarkt

21. Februar 2018, 10:54 Uhr   |  Irina Hübner

Gedruckter thermoelektrischer Generator für den Massenmarkt
© Otego

Der oTEG ist nicht größer als ein Zuckerwürfel und lässt sich einfch in Elektronik-Produkte integrieren.

Das Karlsruher Start-up Otego hat den ersten am Markt erhältlichen, gedruckten thermoelektrischen Generator entwickelt. Der oTEG liefert kontinuierlich und wartungsfrei elektrische Energie direkt aus der Umgebungswärme.

Die vier Gründer von Otego machen thermoelektrische Generatoren (TEG)

 

mit ihrer mehrfach prämierten Entwicklung massenmarkttauglich – mit Hilfe von neuartigen Materialien und großindustriellen Produktionsverfahren.

Der oTEG ist nicht größer als ein Zuckerwürfel, lässt sich einfach in Elektronikprodukte integrieren und ermöglicht die Stromversorgung aus Umgebungswärme. Der Start der Pilotproduktion ist für das dritte Quartal 2018 geplant.

Mitgründer und CEO Frederick Lessmann betont: »Bei Otego haben wir alle Entwicklungsschritte entlang der Wertschöpfungskette in der Hand. Dazu gehören die Materialsynthese, die Produktion im Rolle-zu-Rolle-Druckverfahren, der patentierte Origami-Faltprozess für die bedruckte Folie, die Elektronikentwicklung sowie die elektronische und thermische Integration der oTEGs in das Gesamtsystem unserer Kunden.«

Das vierköpfige Gründerteam des Start-ups Otego.
© Otego

Das vierköpfige Gründerteam des Start-ups Otego.

Zwei Marktsegmente im Fokus

Das Start-up fokussiert sich derzeit auf zwei Marktsegmente: drahtlose Sensoren zur Zustandsüberwachung von Maschinen und Einrichtungen in der Industrie (Condition Based Maintenance) sowie Sensoren und Aktoren für die Gebäudeautomation. Dabei geht es nicht nur um die Integration der Generatoren als alternative Energiequelle in bestehende Systeme, sondern auch um neuartige Lösungen. Die oTEGs bieten dabei die Möglichkeit zur autarken Versorgung von Kleinstverbrauchern.

Aufgrund der verwendeten Polymermaterialien ist der oTEG mechanisch flexibel und unempfindlich gegenüber Stößen und Vibrationen. Die zulässigen Einsatztemperaturen reichen derzeit von -55 bis +85 °C. Die hohe Ausgangsspannung im einstelligen Volt-Bereich erlaubt die Verwendung von Standard-Elektronikkomponenten.

Mit seinem Konzept konnte das junge Unternehmen bereits Investoren überzeugen. Otego schloss die erste Kapitalisierungsrunde mit einer Seed-Finanzierung in siebenstelliger Höhe ab.

Otego stellt auf der Hannover Messe auf dem Gemeinschaftsstand des KIT in Halle 27, Stand K51 aus.

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