Sensoren für die Fahrzeugentwicklung

Mit integrierter KI leichter zum digitalen Zwilling

24. August 2021, 14:00 Uhr | Markus Haller
ASC-Digitaler-Zwilling
Digitale Zwillinge werden zunehmend in der Automobil-Industrie eingeführt.
© ASC

Die Automobil-Industrie führt digitale Zwillinge in der Fahrzeugkonstruktion ein, um die Fahrzeugsicherheit zu erhöhen. Um den Aufwand dafür zu reduzieren, entwickeln Sensorhersteller spezifische Sensoren mit integrierten KI-Funktionen und Datenvorverarbeitung – ein Beispiel ist AiSys von ASC.

Die Automobil-Industrie verwendet die Betriebsdaten von PKW und LKW z. B. für die Erstellung virtueller Modelle vernetzter Fahrzeuge. Anhand dieser digitalen Zwillinge können Entwickler und Konstrukteure Simulationen durchführen und schon in der Konstruktionsphase auf Probleme reagieren, die wahrscheinlich im Feld auftreten werden. Aus Daten über Motortyp, Aufhängung, Aerodynamik von Karosserie und Materialeigenschaften geben Aufschluss darüber, wie sich ein Fahrzeug unter verschiedenen Fahrbedingungen und Streckenbeschaffenheiten verhält.

Datenmengen reduzieren

Der Vorteil der digitalen Zwillinge kommt mit einem gewissen Preisschild. Ihre Erstellung ist mit hohen Datenmengen verbunden, die Aufwand für Sortierung und Analyse erfordern. ASC hat das smarte Sensorsystem »AiSys« entwickelt, um die Erstellung von virtuellen Fahrzeugmodellen zu vereinfachen.

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AiSys
Smartes Sensorsysteme »AiSys«
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Sie bestehen aus Messaufnehmer, Analog-Digital-Umsetzer und einer integrierten Datenvorverarbeitung. Damit werden die Messsignale zur anwendungsspezifischen Informationen aufbereitet, mit denen Entwickler ihre digitalen Zwillinge mit realen Messungen abgleichen können und so ihre Modelle verfeinern. Die AiSys arbeiten mit KI-Funktionen direkt am Sensor (Edge-KI), um die Messdaten vorab aufzubereiten. Damit entfällt eine kostenintensive Rohdatenübertragung, die außerdem Systemressourcen bindet. Mikroentscheidungen können in unmittelbarer Nähe zur Anwendung getroffen werden.

Mit Hilfe digitaler Zwillinge ist es möglich, ein Fahrzeug während seines gesamten Lebenszyklus zu überwachen. Entwickler sollen so in die Lage versetzt werden, detailliert zu analysieren, wie sich ein Fahrzeugtyp in seiner physischen Umgebung verhält und kommende Fahrzeug-Generationen gezielt zu optimieren.


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