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Sensor für Beatmungsgeräte

Einfachere Integration

14. April 2020, 12:24 Uhr   |  Markus Haller

Einfachere Integration
© Sensirion

Der digitale Durchflusssensor SFM3019 basiert auf einer eigenen CMOS-Fertigungstechnik. Als Sensormodul ist er nicht vollständig zertifiziert, basiert aber auf felderprobten Komponenten.

Sensirion hat mit dem SFM3019 einen Durchflusssensor für Beatmungsgeräte entwickelt, der sich einfacher integrieren lässt.

Vor etwa vier Wochen kündigte Sensirion an, innerhalb von kurzer Zeit einen neuen Durchflusssensor für Beatmungsgeräte zur Marktreife zu bringen, der schneller und einfacher integriert werden könne. Nun vermeldet der Schweizer Sensorhersteller den Verkaufsstart des SFM3019. Er ist als analoge und digitale Variante verfügbar. Eine vollständige Zertifizierung wurde – vermutlich aus Zeitgründen – nicht vorgenommen. Um das Risiko für die Kunden gering zu halten, wurde der Sensor modular aus bestehenden und damit felderprobten Komponenten mit hoher Verfügbarkeit entwickelt.

Der SFM3019 misst Luft- und Sauerstoff-Gasmengenströme in einem Bereich von –10 bis +240 slm (Standard-Liter pro Minute) mit einer Genauigkeit von ±3 %. In der digitalen Variante wird ein Signal mit 16 bit und 2 kHz Takt erzeugt und über eine I2C-Schnittstelle ausgegeben. Sie kann direkt mit einem Mikrocontroller verbunden werden. Der Druckabfall über den Sensor beträgt bei 200 slm weniger als 5 mbar. Für eine schnelle Inbetriebnahme und Bewertung steht ein Evaluationskit zur Verfügung.

Die schnelle Verfügbarkeit des neuen Sensors ist dem hohen Einsatz des Entwicklungsteams zuzuschreiben, dass speziell für diese Aufgabe abgestellt wurde, teilte der Hersteller mit. »Gerade in Krisenzeiten wie jetzt spürt man den besonders starken Zusammenhalt im gesamten Unternehmen«, sagt Geschäftsführer Marc von Waldkirch. Als Marschroute gab er aus, dass man »nicht nur unter höchsten Sicherheits- und Hygienemaßnahmen« die Produktion von bestehenden Sensoren für Beatmungsgeräte aufrechterhalten wolle, sondern durch Forschung und Entwicklung gezielt nach Möglichkeiten suche, um »noch mehr Sensorik für lebensrettende Beatmungsgeräte« zur Verfügung stellen könne.

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