Gassensoren mit kurzer Initialisierung Raumluftqualität sofort nach dem Einschalten beurteilen

Die Initialisierungszeit ihrer VOC-Gassensoren hat ams von über 48 Stunden auf 60 Minuten verkürzt und den Messbereich deutlich erweitert. Damit kann die Luftqualität in Räumen deutlich besser als bisher überwacht werden.
Die Initialisierungszeit ihrer VOC-Gassensoren hat ams von über 48 Stunden auf 60 Minuten verkürzt und den Messbereich deutlich erweitert. Damit kann die Luftqualität in Räumen deutlich besser als bisher überwacht werden.

Die Initialisierungszeit ihrer CCS8xx-Gassensoren hat ams deutlich verkürzt: Jetzt kann die Qualität der Raumluft unmittelbar nach dem Einschalten erfolgen.

Die analogen Sensor-ICs vom Typ CCS801 von ams sind dafür ausgelegt, flüchtige organische Verbindungen (VOC) zu detektieren. Für diese Sensoren hat ams die Gerätefirmware verbessert. Außerdem hat ams die die Gerätefirmware des digitalen VOC-Sensor-ICs CCS811 einem umfangreichen Update unterzogen.

Das Ergebnis: In beiden Fällen hat sich die Initialisierungszeit von über 48 Stunden auf 60 Minuten verkürzt. Künftig kann die Beurteilung der Raumluftqualität über einen Relativwert der Gesamt-VOC (TVOC) oder des äquivalenten CO2 (eCO2) fast unmittelbar nach dem ersten Einschalten des Produkts erfolgen.

Die Anwender können jetzt ihren Burn-In-Prozess im Werk wesentlich verkürzen oder ihn sogar ganz entfallen lassen. Dennoch können die Sensoren unmittelbar nach dem Auspacken und dem Einbau in ein System zur Raumluftüberwachung eingesetzt werden.

Außerdem hat sich der Messbereich der Sensorfamilie CCS8xx  für die Ermittlung der Luftqualität erweitert: ams hat den Maximalwerts für eCO2 von 8.194 ppm auf 32.768 ppm erhöht, den Maximalwert für eTVOC von 1.187 ppb auf 32.768 ppb.

So können CCS8xx-Sensoren nun auch in Geräten wie Luftreinigern und Luftverbesserern in Innenräumen mit stark verunreinigter Luft eingesetzt werden.

Die neue Software erlaubt den Anwendern, die Konfiguration der Basislinien für saubere Luft zu speichern und wiederherzustellen, wenn der Sensor CCS8xx in einer verunreinigten Umgebung aus- und wieder eingeschaltet wird. Außerdem ist es nun möglich, die Intervalle zwischen automatischen Korrekturen der Basislinie zu programmieren. Diese Features erlauben es, den Sensor besser als bisher an die jeweilige Betriebsumgebung anzupassen.

Bessere Anpassung an die Einsatzbedingungen

Die neue Software ist bereits auf den Sensoren der Typen CCS801 und CCS811 implementiert worden, die in hohen Stückzahlen Einsatz in der der Haus- und Gebäudeautomation (HABA) finden. Dort arbeiten sie in Geräten, die eine Lebensdauer von  mehr als 10 Jahren erreichen müssen.

Parallel hierzu hat ams die Produktfamilie CCS8xx umfangreichen Tests unterzogen. Sie wurden dabei den verbreitetsten Siloxanen HDMS und D5 ausgesetzt, die sich in Körperpflegemitteln und Haushaltsreinigern finden und deshalb weit verbreitet sind. Damit hat ams nachgewiesen, dass die Sensoren gegenüber diesen Siloxanen langfristig zuverlässig und beständig sind.

Die HMDS-Tests sind nach ISO26142 erfolgt, zusätzlich sind die D5-Tests mit einer Konzentration von 250 ppm bei einer Dauer von 200 Stunden ausgeführt worden. Diese Tests haben ergeben, dass die Auswirkungen auf die Performanz und die relative Empfindlichkeit der CCS8xx-Sensoren unter den maximal zulässigen Werten nach den jeweiligen Normen liegen.

»Nach Angaben der US-amerikanischen Umweltbehörde EPA gibt es immer mehr Belege dafür, dass Raumluft schlechter Qualität eine größere Gesundheitsgefahr darstellen kann als die Luftverschmutzung im Freien«, sagt Paul Wilson, Senior Marketing Manager für Umweltsensoren von ams. »Weil die Menschen durchschnittlich 90 Prozent ihrer Zeit in Innenräumen verbringen, können Geräte mit den Sensoren CCS801 oder CCS811 sehr viel dazu beitragen, die Gesundheit und Wohlbefinden zu verbessern.«

Die Gassensoren CCS801 und CCS811 sowie die zugehörigen Evaluation-Kits liefert ams ab sofort in Produktionsmengen.