Image-Umfrage

Was Young Professionals von Unternehmen erwarten

10. November 2022, 9:15 Uhr | Corinne Schindlbeck
Forschung und Entwicklung müssen im Mittelstand intensiviert werden.
© Bild: Adobe Stock

Woraus legen Young Professionals bei einem Arbeitgeber Wert, welche Bedürfnisse haben sie? Das hat die schwedische Personalberatung Academic Work untersucht.

In der sechsten Ausgabe der YPAI-Studie der schwedischen, international arbeitenden Personalberatung wurden Young Professionals gefragt, welche Kriterien sie bei einem Arbeitgeber anlegen und wann sie nicht für ein bestimmtes Unternehmen arbeiten wollen.

Die wichtigsten Aspekte, die 695 Teilnehmer aus Deutschland dabei genannt haben: Work-Life-Balance, die allgemeinen Arbeitsbedingungen und die Unternehmenskultur. Werden diese Punkte als negativ wahrgenommen, haben Arbeitgeber schlechte Karten. Auch ein unmoralisches Image, negative Flecken in der Vergangenheit oder die Art der Mitarbeiterführung fallen negativ auf. Die am häufigsten genannten Faktoren dagegen sind meist aufgrund ihrer Natur kaum zu ändern: dies sind die Branche, ein anders gelagerter Interessenbereich oder auch ein simples Nicht-Gefallen der Produkte.

»Die Gruppe der Young Professionals zählt zu den gefragtesten Talenten am Arbeitsmarkt und sie hat konkrete Erwartungen an Arbeitgeber.« sagt Matthias Pflaumbaum, Head of Academy Business bei Academic Work. »Wer für sie attraktiv sein will, muss sich über ihre Bedürfnisse informieren und darauf anpassen und auch Veränderungen wagen.« Pflaumbaum rät zu Selbstkritik und einem authentischen Umgang mit dem eigenen Arbeitgeber-Image, das sei der erste Schritt.

Welche Aspekte Unternehmen attraktiv machen, ist der Kern der jährlichen YPAI-Studie. Wie diese zeigt, sind Gehalt und Benefits für 18 % der Befragten der entscheidende Faktor, gleichauf liegen mit 17 % aber Arbeitsatmosphäre und Unternehmenskultur. Flexibilität und Work-Life-Balance nehmen mit 15 % ebenso eine hervorgehobene Rolle im Anforderungsprofil junger Fachkräfte ein. Diese herausgehobene Stellung der sogenannten weichen Faktoren bestätige sich über verschiedene Branchen und Länder und unterstreiche den Wandel der Arbeitswelt, so Pflaumbaum. 


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