Es geht um 44 Milliarden Dollar

Twitter-Anwälte halten Musks Rückzieher für ungültig

12. Juli 2022, 8:56 Uhr | Corinne Schindlbeck
Elon Musk, hier bei der Eröffnung der Tesla-Fabrik Berlin Brandenburg, hat seine Vereinbarung zum Kauf des Kurznachrichtendiensts Twitter für aufgelöst erklärt.
Elon Musk, hier bei der Eröffnung der Tesla-Fabrik Berlin Brandenburg, hat seine Vereinbarung zum Kauf des Kurznachrichtendiensts Twitter für aufgelöst erklärt.
© Patrick Pleul/dpa-Zentralbild POOL/dpa

Twitter rüstet sich für eine juristische Auseinandersetzung mit Tech-Milliardär Elon Musk, weil dieser versucht, die Übernahme des Online-Dienstes abzublasen.

Twitters Anwälte hielten in einem Brief an Musks Rechtsvertreter fest, seine Aufkündigung des Deals sei aus Sicht des Unternehmens «ungültig und unrechtmäßig».

Twitter habe anders als von Musk behauptet nicht gegen die Übernahmevereinbarung verstoßen, heißt es in dem am Montag veröffentlichten Schreiben.

Hingegen verletze Musk mit seinem Rückzieher die Übereinkunft wissentlich und absichtlich.

Musk hatte am Freitag mitgeteilt, dass er von der Vereinbarung zum Kauf von Twitter für rund 44 Milliarden Dollar zurücktrete. Zur Begründung verwies er auf seine bisher nicht belegten Behauptungen, dass Twitter deutlich mehr Fake-Accounts habe als die vom Unternehmen stets genannte Schätzung von weniger als fünf Prozent.

Seine Anwälte führten unter anderem an, Twitter sei seiner Pflicht aus dem Vertrag nicht nachgekommen, Musk den nötigen Datenzugang zur Überprüfung der Zahlen bereitzustellen.

Twitter kündigte bereits an, am offiziellen Sitz des Unternehmens im Bundesstaat Delaware vor Gericht gehen zu wollen. Dort kann der Delaware Chancery Court auch den Vollzug einer Übernahme anordnen.


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