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Jobwechsel im neuen Jahr?

Mehr Geld und ein besserer Chef

23. Dezember 2019, 12:34 Uhr   |  Corinne Schindlbeck

Mehr Geld und ein besserer Chef
© Farknot Architect/stock.adobe.com

Der Mut, den es erfordert, zugunsten eines neuen Arbeitgebers zu kündigen, wird größtenteils belohnt, zeigt eine Untersuchung von Königsteiner unter 1.110 Studienteilnehmern.

Im Rückblick war der Jobwechsel für die Mehrheit der richtige Schritt – sie erreichten mehr Gehalt, ein besseres Verhältnis zum Vorgesetzten und höhere Zufriedenheit.  69% der Jobwechsler geben an, dass sie im neuen Job mehr verdienten, 55% registrieren ein besseres Verhältnis zu ihrem Vorgesetzten und 58% geben an, ein insgesamt ausgeglichener Mensch zu sein.

Für ihre Studie hat die Königsteiner Gruppe Arbeitnehmer befragt, die einen Jobwechsel planten und von denen sich 90 Prozent bereits mindestens einmal beruflich verändert haben. Von diesen würden sechs von zehn Teilnehmern (61 Prozent) ihre Entscheidung immer wieder genauso treffen, weitere 31 Prozent halten ihren Arbeitgeberwechsel im Nachhinein für überwiegend gut.

Wenn es darum geht, welche Wünsche Jobwechsler konkret mit einem Arbeitgeberwechsel verbinden, steht die Lohntüte an erster Position. Mehr als drei Viertel der Studienteilnehmer (77 Prozent) versprechen sich ein höheres Gehalt. 61 Prozent erhoffen sich einen neuen Antrieb für ihre persönliche Entwicklung, die aus ihrer Sicht davor eher stagnierte. Und mehr als die Hälfte (53 Prozent) erwartet mehr Wertschätzung von ihren kommenden Vorgesetzten.

Ärger mit dem Vorgesetzten ist einer der wichtigsten Auslöser für Arbeitnehmer, den Job zu wechseln. 31,5 Prozent der Befragten gaben an, dass eine Auseinandersetzung mit ihrem Vorgesetzten diesen Wunsch freigesetzt habe. Nur beruflicher Stress ist ein noch häufiger genannter Grund (35 Prozent), der den Wunsch nach dem Jobwechsel auslöst.

Kaum eine Rolle spielt dagegen das nähere soziale Umfeld. Von diesem lässt sich nämlich »nur« jeder Zehnte der Befragten beeinflussen. Interessant: Wenn Führungskräfte ihren Umgang mit Mitarbeitern ändern und das Gespräch mit wechselwilligen Kollegen suchen, können sich viele wechselwillige Mitarbeiter vorstellen, ihre Entscheidung zu überdenken und doch bei ihrem Arbeitgeber zu bleiben – 28 Prozent in jedem Fall, weitere 51 Prozent vielleicht. Ein weiterer Grund, der eigentlich abwanderungswillige Mitarbeiter von ihrem Vorhaben abbringen könnte, sind unsichere volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen (22 Prozent bzw. 43 Prozent). Der Rat von Freunden oder Verwandten hat auch hier eher keinen Einfluss. 57 Prozent würden sich von diesem nicht abhalten lassen.

Für die Studie befragte das Marktforschungsunternehmen respondi im Auftrag der Königsteiner Gruppe deutschlandweit 1.110 Arbeitnehmer. Der Zeitraum der repräsentativen Befragung lag im August 2019.

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