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Her mit den KI-Spezialisten!

31. März 2020, 09:02 Uhr   |  Corinne Schindlbeck

Her mit den KI-Spezialisten!
© Bild: Adobe Stock

Fast jede zweite offene KI-Stelle konnte im vergangenen Jahr nur unzureichend oder überhaupt nicht besetzt werden. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie des ZEW Mannheim im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Der Einsatz von KI-Spezialisten in der deutschen Wirtschaft hat zugenommen: „Im vergangenen Jahr arbeiteten in KI-nutzenden Unternehmen rund 139.000 Personen hauptsächlich oder teilweise in der Entwicklung, Einführung und Pflege von KI-Verfahren. Von diesen waren in den KI einsetzenden Unternehmen rund 50.000 Personen hauptsächlich zu KI tätig. Weitere 89.000 Personen befassten sich in ihrer Arbeitszeit nur teilweise mit KI-Tätigkeiten“, erklärt Dr. Christian Rammer, Stellvertretender Leiter des ZEW-Forschungsbereichs „Innovationsökonomik und Unternehmensdynamik“ sowie Ko-Autor der Studie.

Rund ein Drittel der Unternehmen hat im vergangenen Jahr zusätzliche Beschäftige für KI gesucht, 22.500 KI-Stellen waren zu besetzen, nur bei knapp der Hälfte gelang das auch. 11 Prozent der Stellen wurden verspätet besetzt oder oder nicht wie ursprünglich gewünscht. 43 Prozent der Stellen blieben unbesetzt.

„Die hohe Relation zwischen offenen Stellen und der Anzahl der Beschäftigten, die mit KI hauptsächlich befasst sind, ist ein Beleg für das rasante Expansionstempo von KI in Deutschland“, sagt Prof. Dr. Irene Bertschek, Leiterin des ZEW-Forschungsbereichs „Digitale Ökonomie“. „Der Einsatz von KI in Unternehmen ist nur mit technischem Fachwissen möglich. Wenn das notwendige Fachwissen und die entsprechenden Fähigkeiten in Unternehmen nicht vorhanden sind, bleiben KI-Projekte oft schon im Anfangsstadium stecken.“

Grundvoraussetzung für KI-Stellen sind Kenntnisse in Softwareprogrammierung. 70 Prozent der Unternehmen mit offenen KI-Stellen bezeichneten diese Kenntnisse als sehr wichtig, weitere 26 Prozent als wichtig und lediglich ein Prozent als unwichtig. Zusätzlich waren für drei Viertel der Unternehmen mit offenen KI-Stellen Kenntnisse im Datenbankmanagement oder in Mathematik entscheidend.

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