Der größte Bedarf liegt zurzeit im Energiesektor

20. Oktober 2008, 17:11 Uhr | Corinne Schindlbeck/Gudrun Kosche, Markt&Technik

Fortsetzung des Artikels von Teil 4

Elektronikingenieuren stehen alle Türen offen

Auf der Nachfrageseite geben in Deutschland vor allem die »Chipfresser« Embedded Systems, Automotive sowie die Telekommunikation, insbesondere Drahtlos-Technologien wichtige Impulse. Besonders die Automobilelektronik hat in Deutschland Erfolgsgeschichte geschrieben. Die Hybridtechnologie ist besonders Chip-intensiv. Beachtliche Potenziale liegen auch in der Radio Frequenz Identifikation (RFID), die aus VDESicht große Standortchancen eröffnet – nicht nur in der Logistik- Branche, sondern auch bei hochwertigen, völlig neuartigen mobilen Internet-Dienstleistungen. Anhaltend groß ist der Bedarf neben der Automobilbranche auch in anderen traditionell starken deutschen Branchen wie dem Maschinenbau, der Medizintechnik und der Produktions- und Automatisierungstechnik.

Elektronikingenieuren stehen alle Türen offen

Elektronikingenieuren stehen hierzulande alle Türen offen. »Man fängt in der Regel als Sachbearbeiter an. Wenn man die Aufgaben meistert, Leute anleiten und Verantwortung übernehmen kann und will, wird man in absehbarer Zeit mit der Leitung von Projekten betraut und hat dabei bereits unter Umständen Verantwortung für größere Budgets«, zeigt Schanz den typischen Karriereweg auf. Die nächsten Schritte wären dann bei entsprechender Profilierung der Gruppen- oder Abteilungsleiter, als letztgenannter hat man auch disziplinarische Verantwortung. Erweist man sich als großer Macher oder als Stratege, sind weitere Stufen zum Bereichsleiter oder Geschäftsführer durchaus möglich.

Bei vielen Unternehmen können Elektronikingenieure nicht nur die klassische Management- Karriere absolvieren, sondern auch eine Karriere im Projekt-Management oder eine technische Karriere. »Es gibt auch Personen, die sich als Fachkräfte wohl fühlen, keine Linienverantwortung haben und trotzdem hohe Gehälter beziehen«, gibt Schanz zu bedenken. Man dürfe sich »nur nicht zu lange zu sehr in einer Spezialecke eines Faches aufhalten«, um sich den weiteren Weg nicht zu verbauen. »Eine zusätzliche Ausbildung würde ich jedoch nur machen, wenn ich ein entsprechendes Ziel habe, für das diese Ausbildung einen enormen Karriereboost bedeutet«, sagt Schanz.

Während fachliches Wissen gerade zu Beginn des Berufs unabdingbar ist, klettern vor allem die Elektronikingenieure die Karriereleiter nach oben, die sich durch Kommunikationsfähigkeit, Persönlichkeit, Durchsetzungsvermögen, strategisches Denken und weitere Managerqualitäten auszeichnen. Mit Auslandserfahrung lässt sich immer punkten, weil dadurch nicht nur Sprachkenntnisse erworben, sondern auch Selbstständigkeit und Durchsetzung trainiert werden: »Sehr gute Englischkenntnisse und ausgeprägte Team-Fähigkeit sind bei uns notwendig, da wir international sehr stark vernetzt arbeiten und unsere Elektronikingenieure in Team-übergreifenden Projekten Ergebnisse mit Kollegen auf allen fünf Kontinenten entwickeln «, erklärt Cornelia Rauchenberger, Manager Communications bei IBM Deutschland. »In unserem Labor in Stuttgart zum Beispiel sind Kollegen aus 40 Nationen mit Forschung und Entwicklung beschäftigt.«

Sennheiser geht noch einen Schritt weiter. Der Anbieter von Produkten und Systemlösungen rund um die Aufnahme, Übertragung und Wiedergabe von Ton mit Sitz in der Wedemark bei Hannover bietet seinen Entwicklern nicht nur die Möglichkeit, zwischen den Bereichen Forschung und Entwicklung hin- und her zu switchen. »Das heißt, ein Entwicklungsingenieur kann für einen längeren Zeitraum in die Forschung wechseln und sich dort einem Forschungsthema widmen, sich mit einem Forschungsprojekt auseinandersetzen «, erklärt Sabine Wittenbrink- Daut, Geschäftsbereichsleiterin Global Human Resources bei Sennheiser. »Das entspricht ganz dem Motto unseres Firmengründers Prof. Dr. Fritz Sennheiser, der sich immer dafür eingesetzt hat, dass man den Entwicklern eine Spielwiese erlauben soll, weil daraus die besten Ideen entstehen.«


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