Demografischer Wandel

Bayern wird alt aussehen

7. August 2008, 10:55 Uhr | Christine Demmer, Markt&Technik

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Rückgang ist sichtbar

Rückgang ist sichtbar

Erstmals ist der Rückgang in der Bevölkerung nun europaweit und regional für Einwohner, Bürgermeister, Arbeitgeber und die EU-Kommission sichtbar. In Brüssel legten unlängst neun europäische Konzerne Zahlen vor, die den demografischen Wandel veranschaulichen. Sie stützen sich dabei auf eine Studie des Forschungsbereichs »Alternde Arbeitskräfte« des Rostocker Zentrums zur Erforschung des demografischen Wandels in Kooperation mit econsense – Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V. im Auftrag von BASF, Evonik und SAP.

In der Untersuchung gehen die Wissenschaftler auch der Frage nach, wie sich der absehbare Bevölkerungsrückgang in einzelnen Regionen Europas auswirkt und welche Auswirkungen dies auf ausgewählte Standortfaktoren hat. Deutschland gehört dabei zu den Ländern, die besonders detailliert, nämlich auf der Ebene von Bundesländern oder Regierungsbezirken, analysiert und dargestellt sind. In dem Internetportal sind sämtliche Daten abrufbar. Das Tool erleichtert Unternehmen, die bevölkerungsbezogenen Standortfaktoren richtig einzuschätzen, um so ihre Personalstrategie an die erkennbare Entwicklung anpassen zu können.

Insgesamt bestätigt die Studie die Erwartung, dass der demografische Wandel regional unterschiedlich stark ausgeprägt ist. Zwar altert ganz Europa, aber nur in weniger als der Hälfte der Regionen wird die Bevölkerung insgesamt abnehmen. Der von den Forschern entwickelte »Regional Demographic Change Index« fasst die Alterung und den Bevölkerungsrückgang zusammen und erlaubt einen direkten Vergleich zwischen Regionen und verschiedenen Zeitabständen (1990-2004, 1990-2030, 2004-2030).

 


  1. Bayern wird alt aussehen
  2. Rückgang ist sichtbar
  3. Zusammenspiel mit anderen Standortfaktoren
  4. Niederbayern ist Spitzenreiter in Deutschland
  5. Im Jahr 2020 ist jeder dritte Beschäftigte in Europa älter als 50 Jahre
  6. Ältere Arbeitnehmer: Nicht in Defiziten, sondern in Kompetenzen denken