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10-Punkte-Plan für mehr Frauen in der Digitalwirtschaft

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Politische Unterstützerinnen der fraktionsübergreifenden Initiative: Nadine Schön (CDU/CSU), Elvan Korkmaz-Emre (SPD), Anna Christmann (Bündnis 90/Die Grünen), Daniela Kluckert (FDP) und Anke Domscheit-Berg (Die Linke).
© #SheTransformsIT

Die Initiative #SheTransformsIT will mit einem 10-Punkte-Plan den Grundstein für  einen digitalen Frauenpakt in der nächsten Legislaturperiode legen. Gefordert wird unter anderem ein Pflichtfach Informatik.

Das Bündnis #SheTransformsIT, hinter dem führende Vertreterinnen aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Zivilgesellschaft stehen, hat einen 10-Punkte-Plan für mehr Frauen in der Digitalwirtschaft vorgelegt, mit Maßnahmen, die sich an der weiblichen Lebenswelt und Weichenstellungen wie Schulzeit, Ausbildungswahl oder Familienplanung orientieren sollen.

Die Initiative will damit in der kommenden Legislaturperiode einen digitalen Frauenpakt mit "messbaren Zielen" schließen. 

Gendersensible Schulbücher und verpflichtender Informatikunterricht sind dabei Bestandteil des Maßnahmenpakets. Digitale Ausbildungsberufe müssten bei Mädchen als selbstverständliche Alternative, statt als Ausnahme wahrgenommen werden, etwa indem man Rollenvorbilder schaffe und zeige.

„Informatik für alle bedeutet, mit dem Pflichtfach Informatik für alle Mädchen und Frauen den Zugang zu Informatik-Kenntnissen und damit die Basis zur Mitbestimmung über IT zu sichern. Gleichzeitig sollten wir Technikstereotype in der Werbung oder in Schulbüchern nicht länger dulden“, mahnt Ira Diethelm, Präsidiumsmitglied der Gesellschaft für Informatik und Professorin für Didaktik der Informatik an der Carl von Ossietzky Universität. Interdisziplinäre Studiengänge und Mentoring-Programme sollten nach dem Schulabschluss den Weg in einen Digital-Job ebnen. 

Dann gelte es, Frauen in Digitaljobs zu halten – etwa durch flächendeckend verfügbare Betreuungsplätze für Kleinkinder und flexible Arbeitszeitmodelle, welche die Vereinbarkeit von Job und Familie unterstützen. Dafür seien steuerliche Anreize zwingend notwendig.

Sabine Scheunert setzt sich als Beirätin von #SheTransformsIT insbesondere dafür ein, Frauen in allen Lebenslagen zu digitalen Expertinnen weiterzuentwickeln und zu fördern. Die Vice President Digital & IT Marketing/Sales Mercedes-Benz Cars, Mercedes-Benz AG sagt: „Die digitale Transformation ist in vollem Gange. Wenn wir die Chancen erfolgreich nutzen wollen, können wir auf Frauen als Entwicklerinnen und Digitalexpertinnen nicht verzichten, und zwar über sämtliche Altersklassen hinweg – von der Studentin bis hin zur Wiedereinsteigerin."  Abseits klassischer Berufswege müsse zudem der Quereinstieg besser gefördert werden – beispielsweise durch Informationsangebote und finanzielle Förderungen, so die Initiative. 

Weiterhin gelte es, auch die Startup-Szene im Blick zu haben und Frauen hier explizit zu unterstützen.

„Frauen, die gründen, bekommen im Gegensatz zu ihren männlichen Gegenübern kaum Förderung und Investitionen. Sie müssen in Zukunft die gleichen Chancen und Möglichkeiten haben an Kapital zu gelangen wie Männer“, sagt Julia Kloiber, Co-Gründerin von Superrr Lab. „Es braucht mehr Transparenz, mehr Diversität und ein klares Bekenntnis zu Gleichberechtigung auf Seiten von Geldgebern. Insbesondere dann, wenn es um die Vergabe von öffentlichen Förderungen geht. Die besten Ideen dürfen nicht an Diskriminierung scheitern“, so Kloiber. 

Mehr als 50 Vertreterinnen aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Zivilgesellschaft haben das Bündnis #SheTransformsIT im Herbst 2020 zum Digital-Gipfel der Bundesregierung gegründet, um mehr Frauen in die Digitalisierung zu bringen. 


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