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Intel-Prozessoren

Was steckt hinter den Codes für Atom und seine Chipsets?

20. November 2009, 16:20 Uhr   |  Frank Riemenschneider

Phantasie bei der Namensgebung hatte Intel schon immer: Von biblischen Figuren („Ephraim“, eine SSD) über Städte, Seen, Flüsse und Wälder ist alles dabei. Die folgende Übersicht entschlüsselt die wichtigsten Codes für den Atom-Prozessor und seine assoziierten Chips.

Die wichtigsten Begriffe im Atom-Umfeld sind „Diamondville“, „Pineview“ und „Silverthorne“. Unter „Diamondville“, nach einer Stadt im USBundesstaat Wyoming benannt, sind alle Atom-Prozessoren für Nettops und Netbooks zusammengefasst, also Atom N270, N280, 230 und 330.

Im Gegensatz zu „Pineview“ (vermutlich nach einer Stadt in Georgia benannt), worunter die neuen Prozessoren Atom D410 und D510 zusammengefasst sind, sind GPU (Grafik-Prozessor) und Speicher-Controller nicht auf dem Atom-Core-Die integriert.

Da es sich bei „Pineview“ durch die Integration von GPU und Speicher-Controller um ein System-on-Chip (SoC) handelt, ist dieses Bestandteil der „Lincroft“-Plattform (Lincroft ist ein Teil von Middletown im US-Bundesstaat New Jersey) für ultramobile PC. „Lincroft“ selbst bildet zusammen mit einem I/O-Hub namens „Langwell“ für Speichermedien, Wireless-Verbindungen und Displays die „Moorestown“-Plattform, deren Herkunft mehrdeutig ist. Es gibt einen Ort mit dieser Bezeichnung im Bezirk Lawrence County im US-Bundesstaat Indiana, jedoch auch noch andere Plätze mit diesem Namen. Es gibt auch Stimmen, die sagen, es sei eine Anspielung auf Intel-Mitbegründer Gordon Moore und das nach ihm benannte Mooresche Gesetz.

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Die wichtigsten Intel-Codenamen im Umfeld des Atom-Prozessors

Der Name „Silverthorne“ wird für alle Atom-Prozessoren der Z-Serie verwendet, die als besonders energiesparende Derivate für den Einsatz in mobilen Internet-Geräten aller Art konzipiert wurden. Benannt wurden diese Chips nach dem Ort Silverthorne in Colorado. Ein SoC mit dem Namen „Tolapai“ (in Arizona gibt es eine Stadt Tolapai Springs) vereint Atom-Core und Chipsatz auf einem Die, dazu kommen noch I/O-Funktionen und eine Verschlüsselungseinheit.

Ein weiteres SoC „Sodaville“ (eine Stadt im Bezirk Linn County in Oregon) ist speziell für moderne Unterhaltungsgeräte wie Mediaplayer mit Internet-Connectivity, IPTV-Settop-Boxen und digitale TV-Geräte konzipiert. Die interessanteste Bezeichnung wurde jedoch einem Chipset mit der Bezeichnung „Poulsbo“ zuteil. Hierbei handelt es sich um einen System-Controller-Hub mit einer TDP von 2,3 W, der unter der offiziellen Bezeichnung Intel SCH US15W erhältlich ist. „Poulsbo“ wurde nach einer Stadt im Bezirk Kitsap County im US-Bundesstaat Washington benannt, die ihren Namen durch einen Schreibfehler erhielt. Ursprünglich sollte die Stadt nach der norwegischen Stadt „Paulsbo“ benannt werden, durch einen Schreibfehler im Zusammenhang mit der Einrichtung eines Posthäuschens wurde sie dann fälschlicherweise „Poulsbo“ genannt.

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