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Weiter auf Erholungskurs

Deutsche Elektroindustrie mit 2-stelligem Plus

09. Februar 2021, 08:24 Uhr   |  Newsdesk st

Deutsche Elektroindustrie mit 2-stelligem Plus
© Monster Ztudio/stock.adobe.com

Die Auftragseingänge in der deutschen Elektroindustrie haben sich auch im Dezember 2020 mit zweistelliger Rate erholt: Sie stiegen insgesamt um 13,0 Prozent gegenüber Vorjahr. Inlandsgeschäfte laufen besser als Auslandsgeschäfte.

»Es war das nunmehr vierte Plus in Folge«, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. »Dabei fiel der Zuwachs bei den Inlandsbestellungen mit 23,7 Prozent gut viermal höher aus als der Anstieg der Auslandsaufträge mit 5,5 Prozent.« Während die Orders von Kunden aus der Eurozone im Dezember um ein Fünftel (19,8 Prozent) zunahmen, gaben die Bestellungen von Geschäftspartnern aus Drittländern leicht um 1,2 Prozent nach.

Für das gesamte vergangene Jahr verzeichnet die deutsche Elektroindustrie damit einen Auftragsrückgang von 3,3 Prozent. Dabei standen sich ein Plus bei den Inlandsaufträgen von 1,9 Prozent und ein Minus bei den Auslandsorders von 7,3 Prozent gegenüber. Die Bestellungen aus dem Euroraum und aus Drittländern entwickelten sich hier vergleichsweise ähnlich: Erstere nahmen gegenüber 2019 um 6,7 Prozent ab, letztere um 7,6 Prozent.

Die reale – also um Preiseffekte bereinigte – Produktion elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse übertraf ihren Vorjahreswert im Dezember um 4,5 Prozent. Im vierten Quartal 2020 fiel sie damit um 1,6 Prozent höher aus als in den letzten drei Monaten 2019. Im Gesamtjahr 2020 ging die Produktion um 6,1 Prozent zurück. In diesem Jahr sollte sie laut ZVEI-Prognose wieder um 5 Prozent steigen.

Der im Dezember 2020 von der deutschen Elektroindustrie erzielte Umsatz lag bei 16,5 Mrd. Euro – ein Plus von 7,2 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert. Der Umsatz mit inländischen Kunden wuchs um 6,4 Prozent auf 7,7 Mrd. Euro, der mit Partnern aus dem Ausland um 8,1 Prozent auf 8,8 Mrd. Euro. Das Geschäft mit dem Euroraum legte im Dezember zweistellig zu – um 15,6 Prozent auf 3,1 Mrd. Euro. Beim Umsatz mit Drittländern fiel der Zuwachs moderater aus (+ 4,2 Prozent auf 5,7 Mrd. Euro).

Vorbehaltlich späterer Revisionen gaben die aggregierten Erlöse damit im gesamten vergangenen Jahr noch um 5,1 Prozent – beziehungsweise um fast 10 Mrd. Euro – auf 180,5 Mrd. Euro nach. Mit inländischen Kunden wurden 85,9 Mrd. Euro (- 4,7 Prozent), mit ausländischen 94,6 Mrd. Euro (- 5,4 Prozent) umgesetzt. Die Erlöse mit Kunden aus der Eurozone gingen um 4,7 Prozent auf 34,9 Mrd. Euro zurück. Beim Umsatz mit Drittländern (in Höhe von 59,7 Mrd. Euro) fiel das Minus mit 5,8 Prozent etwas höher aus.

Die Kapazitätsauslastung in der Branche hat sich zu Beginn des ersten Quartals 2021 weiter erholt und liegt jetzt bei 82,0 Prozent der betriebsüblichen Vollauslastung und damit wieder auf dem Niveau von vor einem Jahr.

»Das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie hat sich im Januar weiter aufgehellt und ist den nunmehr neunten Monat hintereinander gestiegen«, so Gontermann. »Sowohl die Bewertung der aktuellen Lage als auch die allgemeinen Geschäftserwartungen fielen deutlich besser aus als im Vormonat. Auch die Exporterwartungen kamen weiter voran. Gleichwohl sind Rücksetzer angesichts des weiterhin hohen Grades an konjunktureller Unsicherheit nicht ausgeschlossen.«

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