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FPGA-Designsoftware: Von Web-based bis zum "Maßanzug"

27. April 2012, 15:07 Uhr | Alfred Goldbacher

Fortsetzung des Artikels von Teil 3

Kombinierte Hard-und Software-Entwurfswerkzeuge zu Paketlösungen

FPGA-Designsoftware
Libero-IDE-Version 10.0
© Microsemi/Actel

Nachdem Microsemi den FPGA-Produzenten Actel übernommen hat, werden auch die bestehenden Entwurfswerkzeuge Libero SoC und Libero IDE vom neuen Eigentümer gepflegt und weiterentwickelt. Die integrierte Entwicklungsumgebung Libero SoC zum Beispiel wird derzeit als Version 10.0 vermarktet und enthält als Neuerungen verschiedene “Pushbutton”-Funktionen und kann nicht nur für SmartFusion-cSoC-Designs (customizable SoCs) verwendet werden sondern auch für die FPGA-Produktfamilien IGLOO, ProASIC3 und Fusion. Zusätzlich gibt es Paketlösungen, in denen Third-Party-Tools beispielsweise von Keil, IAR, Synopsys und Mentor Graphics integriert worden sind. Alle Fähigkeiten und Leistungsmerkmale bisheriger Libero-Versionen sind unverändert auch in Libero SoC V.10.0 verfügbar. Dazu zählen SmartPower, SmartTime und der Multi-View Navigator.

Die Libero-SoC-Gold-Edition wird kostenfrei angeboten. Die Libero-SoC-Platin-Version indes eignet sich für Bausteine mit höherer Komplexität und muss als User-Lizenz jährlich erneuert werden. Das zweite Paket namens Libero IDE wiederum enthält ausschließlich Software-Support für die Microsemi-Antifuse- und Legacy-Flash-FPGA-Familien.

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FPGA-Designsoftware
Designsoftware QuickWorks in der aktuellen Version „2010.4.1“
© Quicklogic

Quicklogic beschleunigt Designabläufe mit QuickWorks

Während andere Wettbewerber wie Xilinx oder Altera potentielle Kunden geradezu mit Informationen über Hardware und Software-Tools überhäufen, hält sich die Firma Quicklogic damit auffallend zurück. White Papers zu Customer-Specific-Standard-Products wie PolarPro II oder ArcticLink III VX gibt es zweifellos, aber über die Designsoftware QuickWorks gibt es auf der Firmen-Website gerademal eine kurze Seite mit Einführung, einem Blockdiagramm und einem Link zur Download-Seite, über die Kunden die aktuelle Version „2010.4.1“ herunterladen können. Des Weiteren gibt es Links zu Third-Party-Tools wie Mentor-Graphics-Precision-Synthesis und Aldec-Active-HDL-Simulator.

Die Entwicklungsumgebung enthält alle erforderlichen Werkzeuge für Design-Entry, Place&Route, Timinganalysen und natürlich HDL-Synthese. Tiefergehende Beschreibungen zu den Werkzeugen sucht man vergebens. Die einzigen Zusatzinformationen beruhen auf einer kurzen Tabelle, in der die Grundkonfigurationen QuickWorks PC/VHDL/Verilog und Linux kurz aufgeschlüsselt sind und erkennen lassen, dass die Werkzeuge Mentor Graphics Precision Synthesis in der Version „2010a Update 2“ und Aldec Active-HDL-Simulator als Release „8.3 QDE“ in die jeweiligen Pakete integriert sind.


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