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Erweiterte Trace-Funktionen für RISC-V

01. Dezember 2020, 09:30 Uhr   |  Tobias Schlichtmeier

Erweiterte Trace-Funktionen für RISC-V
© NicoElNino

Das Tracen von RISC-V-Systemen gestaltet sich oft schwierig. Mit der neuen Version der Embedded Workbench von IAR Systems sind so schnellere Traces möglich. Außerdem werden erstmals Nuclei-Prozessoren unterstützt.

Der Software-Spezialist IAR Systems hat sein Entwicklungs-Tool »IAR Embedded Workbench für RISC-V« erweitert. Neu sind ab sofort zusätzliche Trace-Funktionen und optimierte Compiler. Außerdem unterstützt die aktuelle Version 1.40 Prozessoren von Nuclei System Technology. Daneben enthält die neue Version eine verbesserte Draft-P-Erweiterung und Intrinsics mit Unterstützung für vektorisierte Versionen.

Qualität des Codes entscheidend

Mithilfe der Workbench können Entwickler den On-Board-Speicher optimieren. Mit der aktuellen Version sind mehrere neue Compiler-Optimierungen bezüglich Code-Geschwindigkeit und -Größe sowie neue optimierte Bibliotheken für die String-Bearbeitung verfügbar. Das führt zu verbesserten Größenoptimierungen von Standard-Codes sowie schnelleren Geschwindigkeiten für praxisorientierte Benchmarks.

Zum Sichern der Code-Qualität enthält die Toolchain die Funktion »C-STAT« für eine integrierte statische Code-Analyse. C-STAT weist nach, dass der Code Industriestandards wie MISRA C:2012, MISRA C++:2008 und MISRA C:2004 entspricht. Außerdem erkennt C-STAT Defekte, Bugs und Schwachstellen gemäß der Definition von CERT C und der Common Weakness Enumeration (CWE). Anfang 2021 wird eine vom TÜV SÜD nach IEC 61508 und ISO 26262 zertifizierte Functional-Safety-Version der Embedded Workbench verfügbar sein. Sie soll qualifizierte Tools, ein vereinfachtes Validieren und eine Unterstützung für den gesamten Produktlebenszyklus beinhalten.

Zusätzliche Funktionen

Weiterhin bietet die Workbench native Unterstützung für Debugging- und Trace-Probes. Hiermit stehen zusätzliche Funktionen zum Überwachen und zum besseren Verständnis des Anwendungsverhaltens zur Verfügung. Die Debug-Probe »I-jet« unterstützt neben schnellem JTAG/cJTAG/DAP-Debugging außerdem On-Chip-RAM-gepufferte Traces. Anwender können I-jet Trace für das Livestreaming von Trace-Informationen zur Code-Abdeckung und für die Profilerstellung verwenden. Mit I-jet Trace haben Entwickler die volle Kontrolle über alle aktiven Einstellungen und den Live-Trace-Status der Anwendung.

Außerdem ermöglicht das Funktionsprofiling die Anzeige und Analyse von Timing-Informationen, während die Code-Abdeckungsanalyse den Prozentsatz des Codes anzeigt, der bis zum Auflösen einzelner Befehle ausgeführt wurde. Die aktuelle Version der Workbench erweitert die Trace-Funktionen um eine verbesserte Unterstützung für das Debug-Tool »SiFive Insight«. So ist es möglich, den Zeitpunkt des Startens und Stoppens von Trace-Triggerpunkten anzupassen.

Für Entwickler, die die Toolchain ausprobieren möchten, stellt IAR Systems ein kostenloses RISC-V-Evaluierungskit zur Verfügung. Weitere Informationen über die IAR Embedded Workbench für RISC-V finden Sie auf der Homepage von IAR Systems.

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