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Einkaufsmanager-Index

Verzögerungen in der Zulieferung auf neuem Rekordniveau

02. Juni 2021, 10:09 Uhr   |  Karin Zühlke

Verzögerungen in der Zulieferung auf neuem Rekordniveau
© bakhtiarzein/stock.adobe.com

Das Wachstum in der deutschen Industrie hat im Mai angesichts immer akuter werdender Lieferengpässe erneut etwas an Dynamik verloren.

So erreichten die  Zudem trieben die geringe Verfügbarkeit und andauernde Materialknappheit die Einkaufspreise auf bisher nie gesehene Höhen. Das zeigt der saisonbereinigte IHS Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI), der im Mai den zweiten Monat in Folge leicht nachgab. Gleichzeitig entfernte er sich weiter vom Rekordwert Ende des ersten Quartals. Mit 64,4 Punkten (April 66,2) notierte der deutsche PMI aber auch im Mai komfortabel in der Wachstumszone.

„Nachdem der EMI mit Höchstständen auf eine große weltwirtschaftliche Nachfrage hingedeutet hat, wird jetzt klar, dass damit auch negative Begleiterscheinungen einhergehen“ kommentierte Dr. Gertrud R. Traud, Chefvolkswirtin der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen, am Mittwoch auf BME-Anfrage die aktuellen EMI-Daten. Die expansiven geld- und fiskalpolitischen Programme in der Welt überschlagen sich: zuerst China, dann USA und bald werde auch Europa wieder boomen. „Damit werden die Lieferzeiten länger und die Preise steigen. Das war vorhersehbar. So schnell wird sich das nicht ändern. Denn die expansiven Programme werden noch recht lange laufen. Die Inflation wird dauerhaft höher werden“, fügt die Helaba-Bankdirektorin in ihrem Statement für den BME hinzu.

„Die Weltwirtschaft läuft weiterhin auf hohen Touren. Deutsche Unternehmen berichten von sehr guten Geschäften insbesondere mit China und den USA“, sagt Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, am Mittwoch dem BME. Immer mehr spiegelten sich die Engpässe beim Bezug von Vorprodukten und bei den Transportkapazitäten wider, die auch in der kurzen Frist die Produktion bremsen werden. Dies allerdings sollte die Erholung zeitlich auch noch weit in das nächste Jahr, wenn nicht sogar noch nach 2023 ziehen.“

Zur jüngsten Entwicklung des EMI-Teilindex Einkaufspreise teilte Dr. Heinz-Jürgen Büchner, Managing Director Industrials, Automotive & Services der IKB Deutsche Industriebank AG, am Mittwoch dem BME mit: „Der Anstieg der Rohstoffpreise hat sich auch im Mai weiter fortgesetzt. Die Rohölmärkte tendierten vor der OPEC-Konferenz deutlich fester. Der Palästina-Konflikt und die generell angespannte Lage im Nahen Osten trugen ebenfalls zu festeren Preisen bei. Die Spotmarktnotierungen für Eisenerz erreichten am 10. Mai mit knapp 239 US-Dollar je Tonne ihren vorläufigen Höhepunkt, um bis zum Monatsende wieder auf 190 US-Dollar zurückzufallen. Trotzdem bleibt der Druck auf die Walzstahlpreise weiter bestehen, da der Markt immer noch nicht ausbalanciert ist. Dies dürfte erst im Verlauf der zweiten Jahreshälfte der Fall sein. Eine nachhaltige Preiskorrektur auf den Stahlmärkten sehen wird erst im nächsten Jahr.“
 

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1. Verzögerungen in der Zulieferung auf neuem Rekordniveau
2. Die Entwicklung der EMI-Teilindizes im Überblick:

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