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Starker Auftragseingang, schwache Umsatzentwicklung

24. September 2020, 15:54 Uhr   |  Newsdesk, za

Starker Auftragseingang, schwache Umsatzentwicklung
© Factronix

Jens Hoefer, Geschäftsführer von Factronix

Die steigende Nachfrage nach Reinigungssystemen hat bei Factronix seit Juni 2020 zu einer massiven Steigerung des Auftragseingangs geführt. Allerdings konnte parallel dazu die Umsatzentwicklung nicht mithalten.

Die Aussichten stimmen Jens Hoefer, Geschäftsführer von Factronix, trotz Corona-Krise optimistisch: »Seit Anfang Juni können wir eine deutlich höhere Nachfrage für die Reinigungssysteme unseres tschechischen Partners PBT Works feststellen und zwar um satte 100 Prozent!«. Auch hinsichtlich der Dienstleistungen des schottischen Partners Retronix rund um die Zuverlässigkeit und Qualität von Bauelementen konnte Factronix einen gestiegenen Bedarf um etwa 27 Prozent verbuchen. Somit lag der Auftragseingang in den ersten acht Monaten des Jahres 2020 insgesamt um 30 Prozent höher als dem gleichen Zeitraum 2019. »Für das restliche Jahr 2020 sehen wir weiterhin einen Aufwärtstrend«, bekräftigt Hoefer.

Getrübt wird diese positive Entwicklung dadurch, dass die Umsatzentwicklung parallel dazu nicht Schritt halten konnte. In den ersten acht Monaten dieses Jahres erzielte Factronix gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum ein Umsatzminus von 18 Prozent, verursacht durch den mehrwöchigen Lockdown ab Ende März 2020. Noch zu Jahresbeginn startete das mittelständische Unternehmen mit starkem Rückenwind ins neue Jahr: Der Januar 2020 gehörte zu den umsatzstärksten Monaten der über 13-jährigen Unternehmensgeschichte. Durch die Corona-Pandemie brachen jedoch abrupt die Auftragseingänge ein. Reiserestriktionen, rollierendes Homeoffice und Kurzarbeit waren die Folge. Insbesondere in den Monaten April und Mai hätten sich die Auftragseingänge halbiert, eine Normalisierung der Lage war zunächst nicht in Sicht. Factronix beantragte daher zügig die Corona-Soforthilfe.

Dass der Freistaat Bayern für Unternehmen, denen aufgrund der Corona-Krise und ihrer Auswirkungen ein Liquiditätsengpass entstanden ist, finanzielle Soforthilfe zur Verfügung stellte, war eine große Hilfe, betont Hoefer: »Das Verfahren zur Beantragung von Corona-Soforthilfen war unbürokratisch und die Auszahlung erfolgte schnell. Dadurch war es möglich, die Kurzarbeit lediglich auf den Monat Mai zu beschränken.« Mit der starken Nachfrage vor allem nach Reinigungssystemen zeichnet sich nun ein Silberstreif am Horizont ab. »Wir sind zuversichtlich, dass wir unsere gesetzten Umsatzziele mit unserem Angebotsspektrum an Equipment, Tools und Verbrauchsmaterialien für die Fertigung hochzuverlässiger elektronischer Baugruppen erreichen werden.« Konsequenterweise hat das mittelständische Vertriebsunternehmen mit derzeit 14 Mitarbeitern Anfang September die Corona-Soforthilfe in Höhe von 30.000 Euro an den Freistaat Bayern zurücküberwiesen.

Webinare beflügeln den Erfolg

Das Team von Factronix schöpfte indes alle Möglichkeiten aus, um die »Interaktion sowohl mit unseren Kunden als auch unseren Herstellern zu intensivieren, mit dem Ziel, einen „runden“ Exit hinlegen zu können«, merkt Thomas Otto, CTO von Factronix ergänzend an und fügt hinzu: »Wir sind davon überzeugt, dass viele digitale Möglichkeiten künftig einen höheren Stellenwert haben werden. Neben informative Videokonferenzen und Webinare für Kunden und interessierte Fachkräfte weiter zu forcieren, haben wir zügig digitale Module für virtuelle Geräteschulungen und zur Fernwartung ausgearbeitet.«

Weil die Nachfrage seitens Kunden und Interessenten sehr hoch sei, sollen Webinare auch in der zukünftigen Unternehmensstrategie einen hohen Stellenwert einnehmen. 
 

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