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Europas Top-10 EMS GPV zum Q1

Starkes Rekordergebnis und drastische Materialsorgen

12. Mai 2021, 14:26 Uhr   |  Karin Zühlke

Starkes Rekordergebnis und drastische Materialsorgen
© GPV

Das dänische Elektronikunternehmen GPV liefert Rekordergebnisse für das erste Quartal und hebt die Umsatzprognose. Doch es gibt auch Grund zur Sorge.

Die positiven Ergebnisse veranlassen GPV, die Umsatzprognose für das Gesamtjahr aufvon 2,9 bis 3,0 Mrd. DKK anzuheben. Dieser positive Start wird jedoch von Materialengpässen überschattet, die eine Herausforderung darstellen und die termingerechte Belieferung von Kunden erschweren.

Der europäische Top-10-Elektronikhersteller GPV generiert auch im Jahr 2021 ein starkes Umsatz- und Ertragswachstum, wie aus dem nun veröffentlichten Quartalsbericht Q1 2021 des Eigentümers Schouw & Co hervorgeht.

GPV erzielte im ersten Quartal Umsatzerlöse in Höhe von 741 Mio. DKK, was gegenüber den im  entsprechenden Vorjahresquartal erzielten 679 Mio. DKK einer Steigerung um neun Prozent gleichkommt. Diese Umsatzsteigerungen sind insbesondere auf Kunden in den Segmenten Halbleiter, Cleantech und
Instrument & Industry zurückzuführen, und die Aufträge stammen dabei sowohl von bestehenden als auch von neuen Kunden.

Auch unter dem Strich übertrifft das Q1 2021 die Erwartungen mit einem EBITDA von 76 Mio. DKK gegenüber 46 Mio. DKK im Vorjahr: "Positiv ist, dass wir die weltweite Corona-Pandemie bisher gut gemeistert haben. Vor zwölf Monaten war die Situation von großer Unsicherheit geprägt und jetzt können wir sowohl für 2020 insgesamt als auch für Q1 2021 ein Rekordergebnis präsentieren. Natürlich sind wir mit den Ergebnissen sehr zufrieden, haben allerdings noch erhebliche Herausforderungen zu bewältigen, sagt CEO Bo Lybæk. "Der Aufschwung der weltweiten Konjunktur hat zu einem deutlichen Anstieg der Nachfrage nach elektronischen Komponenten geführt und dieser setzt unsere Beschaffungsabteilung unter großen Druck, die Lieferung von Materialien sicherzustellen. An Auftragsbeständen verzeichnen wir derzeit ein
Rekordhoch, das zum Teil auf eine zunehmende Nachfrage unserer Kunden  zurückzuführen ist, zum Teil aber auch auf eine enge Kommunikation mit Kunden, um Lieferungen über einen längeren Zeithorizont zu sichern.

Die weltweit steigende Nachfrage nach Elektronikkomponenten und anderen Materialien hat zu deutlich längeren Lieferzeiten und höheren Preisen geführt. "Unsere derzeit größte Herausforderung liegt in der Materialknappheit. Materialien werden verspätet geliefert, oft auch als Teillieferungen und anders als bestellt, was eine punktgenaue Lieferung an unsere Kunden erschwert. Jeder innerhalb der Organisation arbeitet mit vollem Einsatz daran, die Situation so gut wie möglich zu bewältigen, und dafür bin ich sehr dankbar, so Bo Lybæk.
 

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