Drohnen-Erkennungssystem | Aaronia Trump und Kim tagten unter Drohnen-Schutzmantel

Das Gipfeltreffen zwischen Donald Trump und Kim Jong Un fand unter dem Schutz eines Drohnen-Abwehrsystem statt - entwickelt wurde es in Deutschland.
Das Gipfeltreffen zwischen Donald Trump und Kim Jong Un fand unter dem Schutz eines Drohnen-Abwehrsystem statt - entwickelt wurde es in Deutschland.

Beim Gipfeltreffen von Kim Jong Un und Donald Trump kam ein Drohnen-Erkennungssystem aus Deutschland zum Einsatz. Es analysiert die Steuersignale der Drohnen und arbeitet dafür mit KI-gestützten Algorithmen.

Das System erkennt Drohnen anhand ihrer HF-Emissionen. Es bestimmt daraus Anzahl, Position und Flugrichtung auf eine Entfernung bis zu 15 Kilometer mit einer 360-Grad-Abdeckung. Auch auf das Drohnen-Modell kann aus der Spektrumanalyse rückgeschlossen werden.

Technisch basiert es auf einem 3D-Tracking Antennen-Array, einem UWB-Funkempfänger und einer KI-basierten Software zur Signalanalyse. Daten werden als Live-Situationsanzeige mit 3D-Flugplot aufbereitet. Je nach verwendetem Antennen-Typ – entweder ein Array mit 8 oder 16 Antennen – beträgt die Abweichung bei der Erfassung der Flugrichtung 4 bis 6 ° oder 2 bis 3 °.

Drohnenabwehr im Kommen

Entwickelt hat das System die Aaronia AG aus Strickscheid, Rheinland-Pfalz und stößt damit auf wachsendes Interesse. Neben Werksschutzbeauftragten, Betreibern von Flughäfen und Organisatoren von Großveranstaltungen, die größere Gebiete vor unberechtigten Drohnenüberflügen schützen wollen, hat auch die Politik die Technik für sich entdeckt.

Beim Gipfeltreffen zwischen Donald Trump und Kim Jong Un in Singapur nutzten die Verantwortlichen Aaronias Drohnen-Erkennungssystem Aartos, wie das Unternehmen berichtet. Geschäftsführer Thorsten Chmielus rechnet damit, dass nun auch international verstärkt auf Drohnenabwehrtechnik geschaut wird.